MEHR NAHRUNG FÜR UNSERE BIENEN

2014 fand zum ersten Mal in Österreich der Wettbewerb „Schönste Blumenwiese für Bienen & Co“ statt. Die Teilnehmer waren eingeladen, selbst aktiv zu werden und eine Blumenwiese für die Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge anzulegen. Dazu sollten sie eine Dokumentation mit Fotos und kurzen Texten erstellen.

Mit dem Wettbewerb wollte der Verein Bienenschutzgarten in Kooperation mit Global 2000 und der bellaflora Gartencenter GmbH darauf aufmerksam machen, dass die Bienen und anderen Insekten vielerorts nicht mehr genügend Nahrung finden und oft schon im Sommer hungern. Die Menschen sollten dazu gewonnen werden, ihre Gärten, Wiesen und Balkone als blühende nektarreiche Oasen zu gestalten. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bot der Wettbewerb die Möglichkeit, zu zeigen, wie sie durch ihr persönliches Engagement zu einem verbesserten Nahrungsangebot beitragen.

Unter den zahlreichen Einsendungen prämierte eine Jury die besten Beiträge.

Der erste Preis ging an die Grazerin Frau Herta Kleineisen und ihre Tochter Alexandra für den liebevoll umgestalteten „Schandfleck“: Aus einem ehemaligen PKW-Abstellplatz hat meine Mutter, Herta Kleineisen, ein kleines Paradies in Form einer bunten Blumenwiese gemacht. Für diese Blumenwiese hat meine Mutter eine Sommerblumenmischung ausgesät und hat sich überraschen lassen, welche Blumen wachsen werden. Ich finde, das Ergebnis ist einfach wunderschön geworden und kein Vergleich mehr zu dem früheren Schandfleck! Die bunten Blumen ziehen natürlich auch Bienen und Hummeln an, welche wir jedoch nicht auf einem Foto festhalten konnten. Auch hatten wir mal ein Igel-Paar im Garten! Einfach zum Träumen – die bunten Blumen haben auch Schmetterlinge angelockt. Ein solches Prachtexemplar ist auf dem nächsten und letzten Bild zu sehen. Wir haben alle eine große Freude mit dieser Blumenwiese!!!!

 

Für einen neu angelegten Gemüsegarten, der auch den Bienen einen reichlich gedeckten Tisch bietet, erhielten die Innsbrucker Benjamin Rutschmann und seine Freundin Janine Hochmair den zweiten Preis: Dieses Jahr haben meine Freundin und ich einen kleinen Gemüsegarten und eine Blumenwiese angelegt. Das Umgraben dieser großen Fläche hat uns Einiges abverlangt.
Nach bangen Monaten des Wartens zeigte sich, dass sowohl die Blumenwiese als auch das Gemüse gut gedeiht. Mehr als 50 verschiedene, nektarreiche Pflanzen blühen über das ganze Jahr verteilt. Es ist wahrlich eine Pracht die Schmetterlinge, Schwebefliegen, Bienen und anderen Insekten bei ihrer Arbeit zu beobachten. Malven, Ringelblumen, Kamille, Borretsch und Vieles mehr
erfreut uns und die vorbeigehenden Leute. Auch etliche Honigbienen finden den Weg hierher. Doch Vorsicht kleine Biene, verfange dich nicht im Netz der versteckten Spinne!

 

Der dritte Preis ging an die Familie Moerth aus Wiener Neustadt für ihr „Wildes Eck“ und die bezaubernden Fotos: Hallo, wir sind Kathi (11) und Eli (14) und sind zwei Geschwister und haben uns dieses Jahr entschieden nicht nur eine Blumenwiese sondern auch bewusst Sträucher zu setzen. Unsere Familie und wir beide haben eine Brennnessel-Ecke, auf der wir Tagpfauenaugen sichteten und eine “WILDES-ECK” über das sich nicht nur unser Hase freut, sondern auch Erdbienen, Ameisen, Amseln und viele Falter. Auf unserem Sommerflieder sehen wir jeden Tag die schönsten Schmetterlinge wie auf diesem Bild einen Schwalbenschwanz. Ich glaube der Hummel schmeckt der Hibiskus. Gestern haben wir in unserer Blumenwiese einen Igel gesehen und ihn beobachtet
Wir konnten Taubenschwänzchen auf einer Nachtkerze beobachten. Die Nachtkerze ist Kathis Lieblingsblume, da sie in der Dämmerung so schnell aufgeht, dass man ihr dabei zusehen kann.

 

 

Auch für die Plätze 4-10 gab es Preise. Der Gewinn aber ging an die Bienen und vielen anderen kleinen Lebewesen, denn sie erhielten wertvolle Lebensräume.

Die Wettbewerbsinitiatoren bedanken sich bei allen Teilnehmern und würden sich freuen, wenn auch im kommenden Jahr viele ihre Gärten bunter gestalten und damit den bedrohten Bestäubern mehr Nahrung bieten.

 

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