Stress ist ein sehr häufig gebrauchtes Wort. Ursprünglich stammt es aus der Werkstoffkunde und man bezeichnet damit die Reaktion eines Materials auf eine äußere Krafteinwirkung. „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“, dieses Sprichwort kennen wir. Oft erinnert es uns an unser eigenes Leben. Manchmal ist es uns egal wo wir hinfahren, Hauptsache ist, dass wir schneller dort sind (Zitat: Bronner&Qualtinger). Stress kann den Blutdruck steigen lassen, kommt dann auch noch Bewegungsmangel dazu, wird es ungemütlich im eigenen Körper.

Stress

Ein englisches Sprichwort sagt: „Never bear more than one kind of trouble at a time. Some peop-le bear three – all they have had, all they have now and all they expect to have“ (Edward Hale). Frei übersetzt: „Trage niemals mehr als ein Problem gleichzeitig mit dir herum. Manche Menschen tragen jedoch drei. Die, die sie schon hatten, jene, die sie gerade haben, und alle jene, auf die sie noch warten.“

Stress ist eine sehr alte Reaktion in unserem Körper. Sie verlangt uns eine „Flucht-oder- Kampf Reaktion“ ab. Laufen wir davon oder kämpfen wir? Ereignisse, die man in der Natur immer wieder beobachten kann. Unsere Stressreaktionen auf die Umgebung sind sehr unterschiedlich. Lebt jemand gerade in Aleppo, in den düsteren Vierteln, dort wo Krieg herrscht und man nicht weiß, ob man morgen noch am Leben ist, ist Stress natürlich berechtigt. Lebt man jedoch in Westeuropa, hat eine Arbeit, eine Wohnung oder ein Haus, gesunde Kinder und einen netten Partner, könnte man sich eigentlich zurücklehnen, oft tut man dies aber nicht.
Ich habe mich als praktischer Arzt natürlich viel mit „negativen“ Emotionen beschäftigt. Dazu gehört auch die Angst, die uns in Stress versetzen kann. Das Wort Angst hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache (lat.: angustus). Angustus bedeutet Enge, schmal. Angina pectoris, Angina tonsillaris usw. sind herkömmliche Diagnosen, die mit Angst und damit auch mit Stress zu tun haben.

Was passiert unter Stress?

Unter Stress wird unser Herzschlag höher, der Blutdruck steigt, die Tätigkeiten des Darms werden gestört und der Nervus Vagus (10. Hirnnerv) wird blockiert. Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand. „Kämpfen oder flüchten?“ war früher die Frage. Heute sind die Fragen viel mehr: kündigen oder in der Firma bleiben, Freundschaften abbrechen oder ertragen … und die Partnerschaft, Kredite, Eltern, Kinder?
Nun, ich nehme an, dass über 90 % der Leser un-serer Zeitung in einer Umgebung leben, die ihnen gut tut. Dies ist gut so und soll auch so bleiben. Was jedoch wichtig ist zu wissen: Dauerstress kann Ihrem Herz und Gefäßen schaden. Man hat aber immer die Möglichkeit, diesen abzustellen. Was uns oft fehlt: der Mut zur Veränderung.

Wussten Sie, dass negative Gefühle auch süchtig machen können? Der Körper produziert dabei Hormone, an die er sich gewöhnt und die er immer wieder haben möchte. Angst ist so ein Gefühl. Ich meine dabei nicht die Angst, die man angesichts eines Löwen in freier Wildbahn hat, sondern die Angst, die irrational ist. Sie können auf diese Angst hinaus süchtig werden. Außerdem bringt sie die Zuneigung anderer Menschen, die nicht immer förderlich sein muss. Um dem täglichen Stress zu entkommen, klar denken zu können und einen guten Schlaf zu haben, empfehle ich gerne entweder Rhodiola + Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit. Bei beiden Pflanzen handelt es sich um „Adaptogene“, die uns dabei helfen, damit wir uns an Stress-Situationen anpassen zu können. Im Gegensatz zu chemischen Mitteln, machen diese Pflanzen nicht süchtig, sondern lassen unsere Konzentration auch in außergewöhnlichen Umständen steigen. Zahlreiche Studien belegen die positiven Wirkungen von Rhodiola und Jiaogulan, ein Versuch ist es immer wert, um von chemischen Mitteln loszukommen.

Bluthochdruck

Ein hoher Blutdruck wird oft der „Silent Killer“ genannt, der „stille Mörder“. Nun, im Gegensatz zu den Cholesterinwerten hat die Schulmedizin die offiziellen Blutdruckwerte etwas gelockert. Man darf schon einmal 130 zu 90 haben, dies wird nicht gleich mit Blutdrucksenkern abgemahnt. Trotzdem zahlt es sich aus, den Blutdruck öfter zu kontrollieren und, im Fall des Falles, auch zu senken. Bei 95 % der Patienten weiß man nicht, warum der Blutdruck zu hoch ist, man nennt das die „idiopathische Hypertonie“, auf Deutsch: „Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich behandle dich.“  Natürlich hat Bluthochdruck etwas mit der Engstellung der Gefäße zu tun. Bitte erinnern Sie sich an den „Kampf-oder-Flucht-Modus“ unserer Stressreaktionen. In diesem Fall rate ich Ihnen dringend, dass Sie beginnen Atemübungen zu machen. Natürlich auch Entspannungsübungen und Ausdauersport. Auch die Umstellung der Ernährung kann einen Einfluss auf Ihren Blutdruck haben. Salzarme Kost, bereichert durch diverse Gewürze kann schon oftmals helfen. Verzichten Sie öfter auf Fleisch und auch hie und da auf ein Abendessen, genießen Sie Hungerzeiten und verlieren Sie Kilos. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

In der Naturmedizin durfte ich erleben, dass die Erdstachelnuss (Tribulus terrestris), gemeinsam mit L-Arginin und Oligopin (ein sehr starkes Antioxidans) den Blutdruck senken kann, natürlich bei der gleichzeitigen Erhöhung der Durchblutung. Tribulus 50 + ist ein Produkt, das den Körper deut-lich entlastet, den Blutdruck senkt und die Libido erhöht.

Bewegung

„Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben“ Hand auf‘s Herz, befolgen Sie diesen Ratschlag? „Bewegungsmangel ist das neue Rauchen“, so lautet ein Schlagwort, das erst unlängst durch die Medien ging. Im Durchschnitt verbringen wir zu Wachzeiten ca. 7,5 Stunden in einer sitzenden Position, und dies vom Kindesalter an. Dazu kommen dann noch ca. 8 Stunden Schlaf, dies macht in Summe 15,5 Stunden ohne Bewegung. Langes Sitzen kann zu Übergewicht, Diabetes, Herzproblemen, Bandscheibenproblemen und Krebs führen. Verbunden mit einer Ernährung, die zu viele Kalorien enthält, ist Bewegungsmangel fatal. Das klassische Beispiel dafür: Chips essend vor dem Fernseher sitzen.

Wir sind geboren, um uns zu bewegen. Nicht umsonst wird die tägliche Turnstunde gefordert. Es ist erwiesen, dass Menschen, die sich bewegen, eine größere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit haben und leistungsfähiger sind.