Die Kinder essen ihre Zukunft

Der Titel des heutigen Beitrages klingt dramatisch, der Inhalt ist es auch!

Die Fakten:

In den Österreichischen Supermärkten kann man bis zu 800 (!!!) Produkte mit Palmöl finden. In manchen Produkten ist die Konzentration so, dass man Eltern warnt, Kleinkindern diese Produkte nicht auf den Tellern von Kleinkindern servieren sollte. Palmöl kann, soweit ein Bericht von Greenpeace, chronische Krankheiten auslösen. Allerdings sind es nicht nur chronische Krankheiten, die Verzehr von Palmöl problematisch machen. Auch die Gewinnung der Anbauflächen stellt ein Problem dar. Es waren davor riesige Flächen eines intakten Ökosystems (Urwald) einfach niedergebrannt und damit die Lunge der Erde systematisch verkleinert. Der Palmölskandal überschattet den „Dieselskandal“ bei weitem.

Eine ähnliche Problematik gibt es beim Verzehr von Fleisch. Um die Mast von Tieren voranzutreiben, werden ebenfalls riesige Wälder abgeholzt, damit man auf diesen Flächen Soja anbauen kann. Eine Pflanze die bekannter Weise sehr häufig in einer genmanipulierten Form auf den Markt kommt. Es ist aber nicht nur der Anbau von Soja und die damit verbundene Rodung von Urwäldern ein Problem. Auch die gemästeten Tiere stellen ein Problem für die Umwelt dar. Eineinhalb Milliarden Rinder leben auf unserer Erde und produzieren beim Wiederkäuen das häufig unterschätzte farb- und geruchlose Klimagift Methan. Es entsteht, wenn Mikroben im Pansen der Tiere die Zellulose in gutes Futter verwandeln. Die Rinder rülpsen es dann hoch in die Atmosphäre. Als Treibhausgas ist jedes Methan-Molekül 23-mal wirksamer als Kohlendioxid (CO2). Lassen wir – wie die meisten Klimamodelle – den Wasserdampf außer Acht, so entfallen auf das CO2 etwa 55 Prozent und auf Methan mindestens 26 Prozent der klimawirksamen Gase.

Ein drittes Faktum ist, dass kaum mehr ein Gericht aus dem Supermarkt frei von Duft-, Geschmacks- und anderen synthetisch hergestellten Beistoffen ist. Ist der Schinken auf der Fertigpizza wirklich ein Schinken, was essen Kinder, wenn sie Fischstäbchen am Teller haben, wie sieht es mit Knabbergebäck (Chips etc.) aus? Viele Fleischprodukte weisen übrigens Keime auf, die längst gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind, ein gigantisches Problem, das wie eine Lawine auf uns zurollt und wenn wir nicht aufpassen und die Weichen auf „Vernunft“ stellen, uns überrollen wird.

Wir brauchen uns nicht wundern, dass die chronischen Krankheiten (Allergien!) in den Industrieländern zunehmen. Wir dürfen uns auch nicht beklagen, dass das Gesundheitssystem nicht mehr zu finanzieren ist.

Prost & Mahlzeit

Links: 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20171004_OTS0213/palmoelgifte-in-unzaehligen-lebensmitteln-im-supermarktregal-nunmehr-fall-fuer-die-wirtschafts-und-korruptionsstaatsanwaltschaft-wien

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/die-tricks-der-lebensmittelindustrie-102.htm

http://diepresse.com/home/leben/gesundheit/723061/Gefaehrliches-Fleisch_Antibiotika-auch-in-Oesterreich

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/was-wirklich-in-der-fertig-pizza-steckt-aid-1.4460851