Brokkoli

Brokkoli, und vor allen Dingen Brokkolisprossen, werden immer bekannter für ihre antikanzerogene Wirkung. Neueste Studien geben uns Einblick in die körperlichen Prozesse hinter der gesundheitsfördernden und vor Chemotherapeutika und anderen Anti-Krebsmitteln schützenden Wirkstoffe. 3 Portionen Brokkoli pro Woche können das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken bereits um mehr als 60% senken.

Dabei spielt vor allem das enthaltene Sulforaphan, eine natürliche Schwefelverbindung, eine wichtige Rolle. Es unterstützt eine normale Zellfunktion und Zellteilung und leitet dabei auch den natürlichen Zelltod, die Apoptose, in Krebszellen ein, vor allem in Darm-, Prostata-, Brust-, Leber und Lungenkrebszellen.

Neue Studien deuten darauf hin, dass Sulforaphan Krebszellen auch durch Regulierung von Kommunikationssträngen in der DNA an der Vermehrung hindert und zwar um bis zu 400%. Somit sind Brokkoli, Brokkolisprossen und Nahrungsergänzung mit Brokkoli-Sulforaphan ins Herz einer Antikrebs-Diät gerückt.

Sulforaphan bekämpft Krebs in vielerlei Hinsicht, reduziert es auch die schädigende Wirkung von Sauerstoffradikalen (ROS) – ein weiterer Marker für Krebs und stimuliert das Immunsystem, eine wichtige Grundlage nicht nur gegen Krebs, sondern gegen alle Krankheiten.

 

Schwefelhaltiges Kohlgemüse so wie Brokkoli spielen auch eine wichtige Rolle in der Entgiftung. Dabei wird in der zweiten Entgiftungsphase der Leber die Enzymaktivität angeregt. Vor allem die Sprossen helfen dadurch bei der Entgiftung von Umweltgiften wie z.B. das krebserregende Benzol.

Nebst Sulforaphan enthält Brokkoli noch weitere gesundheitsfördernde und vor Chemotherapeutika und anderen Anti-Krebsmitteln schützende Wirkstoffe:

Ballaststoffe nähren die Darmbazillen und tragen somit zu einer guten Darmflora bei welche zur Reduzierung von Entzündungen und der Stärkung der Immunfunktion wichtig ist. Außerdem sind Ballaststoffe essentiell für die Produktion von Immunzellen im Verdauungstrakt und um den Körper vor krankheitserregenden Bakterien bis hin zu der Entwicklung von Darmkrebs und anderen Entzündungskrankheiten zu schützen.

Glucoraphanin ist ein Vorläufer von Sulforaphen welches die Krebsentstehung und Mutation beeinflusst. Brokkolisprossen enthalten 20-mal mehr Glucoraphanin wie ausgewachsener Brokkoli.

Polyphenole, inklusive Bio-flavonoide und Polyphenole Säuren, sind starke Antioxidantien welche entzündungshemmend wirken und gegen vorzeitige Alterung durch freie Radikale schützen. Vor allem das Risiko von Asthma, Typ 2 Diabetes und Herzkrankheiten sinkt, aber auch der Schutz vor neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer steigt.

Diindolymethan (DIM) produziert unser Körper beim Abbau von Kohlgemüse. DIM stärkt unser Immunsystem und unterstützt bei der Vorsorge und in der Behandlung von Krebs.

Nicotinamidmononucleotid ist ein Enzym welches in der Produktion von NAD (Nicotinamidadenindinukleotid) involviert ist. NAD ist wichtig für die Gesundheit der Mitochondrien und den Energiehaushalt. NAD findet immer mehr Aufmerksamkeit in der Fachpresse und wird bereits erfolgreich eingesetzt um Alterung und Altersbeschwerden zu verzögern indem es de Stoffwechsel verjüngt. Im Alter nimmt unsere Fähigkeit NAD zu produzieren wegen der schleichenden chronischen Entzündungen im Körper ab (siehe Artikel „Lebenswichtige Fette gegen chronische Krankheiten“ auf www.dr-ehrenberger.eu/news).

Neueste Studien haben ergeben, dass es viel effektiver ist den Vorläufer von NAD einzunehmen, der Körper baut sich daraus sein eigenes NAD welches er effektiv einsetzen kann. Wir erwähnt ist dieser Vorläufer vor allem in Brokkoli, allgemein in Kohlgemüse, aber auch in Avocado und anderen grünem Gemüse enthalten. Es sind genau solche Erkenntnisse die nun wissenschaftlich untermauern, was vielen schon geläufig ist, nämlich genau wie wichtig die Ernährung insgesamt und vor allem der Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

Brokkoli reduziert das Risiko von Fettleber und Leberkrebs

Fettleber ohne signifikanten Alkoholkonsum betrifft ca. 25% der westlichen Bevölkerung und nimmt auch bei Kindern zu. Der hohe Konsum von Kohlenhydraten, vor allem Fruktose aus weiterverarbeiteten Lebensmitteln, kohlensäurehaltigen Getränken und Säften wird in Zusammenhang mit Fettleber gebracht und erhöht das Risiko von Leberkrebs.

Eine langzeitige Ernährung reich an Brokkoli senkt den Triglyceride-Spiegel in der Leber und kann so das Risiko an Fettleber oder Leberkrebs zu erkranken reduzieren.

Brokkoli in der Ernährung

Den höchsten Sulphoran-Gehalt haben 3 Tage alte Brokkolisprossen. Alle antikanzerogenen Inhaltsstoffe sind zu diesem Zeitpunkt 50-mal so konzentriert vorhanden wie in ausgewachsenem Brokkoli. Sollten Sie Brokkoli als Gemüse bevorzugen empfehlen wir den frischen Brokkoli (nach 10 Tagen sind 80% des enthaltenen Glucoraphanin verpufft) für 3-4 Minuten (jedoch nicht länger wie 5 Minuten!) zu dämpfen oder 20-30 Sekunden blanchieren (inklusive Abkühlen in kaltem Wasser) um den optimalen Gehalt der verschiedenen Inhaltsstoffe zu erhalten. Von Tiefkühl-Brokkoli raten wir komplett ab da dabei wichtige Enzyme bereits verloren gegangen sind.

Andere Lebensmittel reich an Sulforaphan sind Senfkörner, Rettich, Radieschen, Wasabi, Rucola und Krautsalat. Eine Studie aus 2013 ergab, dass die Beigabe von Senfkörnern sogar bei gekochtem oder gefrorenen Brokkoli die Sulforaphan Formation und ihre Bioverfügbarkeit erhöht.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Brokkoli nebst Krebsschutz

  • Unterstützt die Entgiftung
  • Reduziert Entzündungen
  • Stärkt gegen Allergien
  • Verbessert die Verdauung und Darmgesundheit
  • Unterstützt die Augengesundheit
  • Unterstützt bei der Reparatur von Hautschäden
  • Reguliert den Blutzuckerhaushalt
  • Unterstützt die Herzgesundheit
  • Unterstützt die Verdickung von Arterien zu verhindern