Immer wieder überrascht uns die Natur mit neuen Geschenken. Manchmal sind es alte Heilpflanzen, die wiederentdeckt werden, manchmal ganz neue Pflanzen, die wir noch gar nicht kannten. Mineralien, Spurenelemente und auch feinstoffliche Dimensionen, wie Rhythmen, Farben und strukturgebende Felder haben Einfluss auf unsere körperliche und seelische Gesundheit. Vor hunderten Jahren wurde „Mumijo“ gefunden, ein harzähnlicher Stoff, der in Höhlen vorkommt. Bisher ist seine Entstehung noch nicht gänzlich geklärt, seine Wirkungen sind jedoch gut untersucht.

 

Mumijo (Shilajit) ist ein flüssiges Felsensekret, das in einer Höhe von 1.000 bis 5.000 Meter vorkommt. Der Sage nach wurde ein Kahn bei der Jagd auf Mumijo aufmerksam. Ein verletztes Tier soll in eine Höhle geflüchtet sein und habe sich dort an einem schwarzbraunen Stein seine Wunden gerieben und auch daran geleckt haben. Das Verhalten des Tieres erweckte die Aufmerksamkeit des Kahns. Er ließ ein paar Steine herausbrechen um sie seinen Ärzten zu zeigen. Die Ärzte erkannten wie wertvoll die Steine waren und es wird berichtet, dass damit viele Krankheiten geheilt werden konnten. Soweit die Sage.

 

Tatsache ist, dass Mumijo in der ayurvedischen Medizin seinen festen Platz hat. Die indische Bezeichnung lautet Shilajit, was so viel bedeutet wie „Bezwinger des Berges und Zerstörer der Schwäche“.

 

Bei Mumijo handelt es sich um eine braun-schwarze, homogene Masse, die Oberfläche ist glänzend, der Geruch ist angenehm, jedoch gewöhnungsbedürftig, das Pulver ist stark wasseranziehend. In Wasser kann es gut gelöst werden, jedoch nicht in Alkohol und Aceton.

 

Über die Herkunft von Mumijo wird noch diskutiert, wobei die rein pflanzliche Herkunft die wahrscheinlichste ist. Die Inhaltstoffe können variieren, sicher ist, dass essentielle Aminosäuren und wichtige Mineralstoffe enthalten sind. Außerdem finden sich Urolithine (Phenole), Sterole, Polyphenole, Tannine, Gallotanine und phenolische Lipide. Welche Inhaltstoffe für die gesundheitlichen Wirkungen verantwortlich sind, ist noch nicht ganz geklärt. Wie so oft in der Natur, dürfte es sich um Zusammenwirken vieler verschiedener Komponenten handeln.

 

Der Rohstoff wird im Himalaya in einer Seehöhe von ca. 3.000 Meter gewonnen. Danach wird ein rein wässriger Auszug hergestellt und weitere Extraktionen folgen. Nach diesen Extraktionen, im Zuge derer auch die Schwermetalle herausgefiltert werden, wird der verbleibende Extrakt durch eine Vakuum- oder Sprühtrocknung getrocknet und auf eine spezielle Partikelgröße vermahlen. Das Ergebnis ist, das schon erwähnte, braun-schwarze, hydrophile Pulver, das in Kapseln gefüllt wird.

 

Durch den Einsatz von Mumijo in der ayurvedischen Medizin, gibt es natürlich in Indien einen großen Erfahrungsschatz bezüglich seiner Einsatzgebiete. Aber auch in der ehemaligen Sowjetunion wurde geforscht und Mumijo fand sogar das Interesse des Militärs, das seine Elitetruppen und seine Kosmonauten mit dem schwarzen Gold versorgten.

 

Wie immer bei einem Mittel aus der Volksmedizin muss man vorsichtig sein, wenn man sich über seine Einsatzgebiete informieren möchte, die folgenden Beispiele sind durch Studien belegt.

 

Erhöhung der Ausdauerleistung

 

In einer jüngst durchgeführten Doppelblindstudie konnte nachgewiesen werden, dass Mumijo die Ausdauerleistung erhöht. Dies entspricht den Erkenntnissen der sowjetischen Forschungsarbeiten, die bereits vor einigen Jahrzehnten durchgeführt wurden. Der Effekt ist auf eine Steigerung der ATP (Adenosintriphosphat). Es handelt sich dabei um unseren universellen Energieträger, der für jegliche Muskelleistung benötigt wird. Ein 80 Kilo schwerer Mann verbraucht am Tag ca. 40 Kilo an ATP. Es ist daher naheliegend, dass eine schnellere Regeneration des ATP zu einer Leistungssteigerung führt. Die nachgewiesene ATP Steigerung lag immerhin bei 15 %.

 

Unterstützung der Therapie von Typ II Diabetikern

 

Eine weitere Studie, die mit Typ II Diabetikern durchgeführt wurde, konnte nachweisen, dass unter Mumijo das Endothel (die Gefäßinnenwand) geschützt wird. Gerade bei Diabetikern ist dies von großer Bedeutung, da sich chronische Gefäßschäden einstellen können. Ebenso konnte festgestellt werden, dass der CRP-Wert, ein Entzündungsmarker, ebenso sinkt wie der HbA1c-Wert. Diese Werte sind jedem Diabetiker bekannt, da sie eine Aussage treffen lassen über den Verlauf der Erkrankung. Besonders im Hinblick auf die gefürchteten Spätfolgen bei Diabetikern verdienen diese Verbesserungen der Blutwerte Beachtung.

 

Steigerung der Fertilität und des Testosteronspiegels

 

Immer wieder wird berichtet, dass in der ayurvedischen Medizin Mumijo bei Oligospermie Anwendung findet. Darunter versteht man eine verminderte Anzahl von Spermien im Ejakulat. Laut WHO liegt eine Oligospermie vor, wenn weniger als 20 Millionen Spermien pro ml Ejakulat vorhanden sind. Nach einer 90 tägigen Einnahme von Mumijo konnte bei den Probanden eine Steigerung der Samenflüssigkeit von 2,1 ml auf 2,9 ml (+ 38%), festgestellt werden. Die Anzahl der Spermien stieg von 10,6 auf 17,1 Millionen (+61 %) und der Testosteronwert 4,9 auf 6,7 ng/ml (+ 24%).

 

Diese Zahlen sprechen deutlich dafür, dass Mumijo die Eigenschaften besitzt, die Männergesundheit positiv zu beeinflussen.

 

In der Erfahrungsmedizin kennt man noch weitere Einsatzgebiete von Mumijo. Dies sind die Abnahme von Entzündungen und Gelenksbeschwerden und die Zunahme der Knochendichte und der Muskelmasse. Es hat den Anschein, dass sich folgende Weisheit wieder einmal bewahrheitet: bei vielen Natursubstanzen hatten die Ärzte vergangener Jahrhunderte nur die Möglichkeit durch Intuition, Wissen um die Gesetze der Natur und einer scharfen Beobachtungsgabe zu lernen. In der heutigen Zeit werden ihre Erkenntnisse durch moderne Forschungen bestätigt.