von: Nikki Carina Merz

Stille Entzündungen werden verborgene, meist schmerzlose Entzündungen genannt. Immer mehr Forscher bestätigen, sie sind der Hauptauslöser chronischer Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes und wahrscheinlich auch Krebs und Alzheimer. Neben einer allgemein gesunden Ernährung und Sport benötigt es vor allem auch lebenswichtige Fette, um diesen Entzündungen entgegenzuwirken: sind genügend Omega 3-Fettsäuren vorhanden, werden entzündungshemmende Botenstoffe produziert!

Omega 3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fetten, also jenen Fetten, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und daher angewiesen ist über die Nahrung aufzunehmen. Wichtig ist dabei das richtige Verhältnis von Omega 3- zu der ebenfalls essentiellen Omega 6-Fettsäure. Beide haben lebenswichtige Aufgaben im Körper, wandeln jedoch auch bestimmte Enzyme im Körper unterschiedlich um. Omega 6 wandelt diese Enzyme in entzündungsfördernde Botenstoffe um und Omega 3 in entzündungshemmende Botenstoffe.

Die Lösung wäre also denkbar einfach; wir nehmen weniger Omega 6- und mehr Omega 3-Fettsäuren über die Nahrung zu uns und wirken den stillen Entzündungen und dadurch den chronischen Zivilisationskrankheiten entgegen! Das Problem dabei ist nur, dass wir mit unserer modernen fleischlastigen und vitalstoffarmen Ernährung 4-mal so viel Omega 6-Fettsäuren zu uns nehmen wie empfohlen (20:1) und 20-mal soviel wie noch vor zweihundert Jahren (1:1). Omega 6-Fettsäuren sind in allen Getreideprodukten, Milch-, Geflügel- und Fleischerzeugnissen, in einigen Ölen wie Distel-, Sonnenblumen- und Sojaöl und in gebratenen oder frittierten Speisen, also fast dem ganzen Speiseplan der modernen Zivilisation!

Das Optimale Verhältnis von Omega 6- zu Omega 3-Fettsäuren ist 5:1, so können ausreichend entzündungshemmende Botenstoffe produziert und kann zahlreichen Erkrankungen entgegengewirkt werden. Omega 3-Fettsäuren kommen hauptsächlich in fetthaltigen Meerestieren wie Lachs, Hering und Makrelen vor, in geringen Mengen in grünem Gemüse und in hochwertigen Pflanzenölen wie Leinsamen-, Schwarzkümmel-, Raps- und Chiaöl. Die pflanzlichen Quellen werden
jedoch vom Körper als Vorstufe verwendet und müssen erst umgebaut werden, es benötigt also von den pflanzlichen Quellen eine sehr reichhaltige Quelle und hohe Dosis wie zum Beispiel bei Chiaöl, um relevant zu sein.

Wir sehen also, selbst mit einer Ernährungsumstellung ist es heutzutage gar nicht so einfach dem Körper die lebenswichtigen Omega 3-Fettsäuren zuzuführen, genau deswegen ist Nahrungsergänzung in diesem Bereich essentiell. Drei verschiedene Quellen kommen dabei in Frage, dessen Qualitäten
und Wirkung wir einmal näher betrachten werden; die von Fischöl, Krillöl und Chiaöl.

Fischöl, eine problematische Quelle für Omega 3-Fettsäuren

Fischöl wird seit Jahrzehnten bereits als Quelle für Omega 3-Fettsäuren verwendet. Da es leicht zu gewinnen ist, wird es günstig angeboten und ist daher weit verbreitet. Die Omega 3-Fettsäuren aus Fischöl sind in natürlicher Form an Triglyceride gebunden, dies senkt die Bioverfügbarkeit, d. h. der Körper kann die Omega 3-Fettsäuren nicht optimal aufnehmen und verwerten. Um dies zu kompensieren, müsste die Dosis der bereits großen Kapseln um einiges erhöht werden und dann fällt auch der vermeintliche Preisvorteil weg.

Ein weiterer Nachteil von Fischöl sind die Schadstoffbelastungen aufgrund der zunehmend fortschreitenden Verschmutzung der Gewässer, vor allem Quecksilber und PCB (polychlorierte Byphenyle aus Plastik) werden immer häufiger in Fischöl nachgewiesen.

Außerdem verhält sich Fischöl im Wasser wie wir es von Öl kennen, es vermengt sich nicht, schwimmt daher nach dem Schlucken im Magen obenauf und es kann zu lästigem Aufstoßen mit Fischgeschmack kommen.

Fischöl ist besser als nichts, doch bei näherer Betrachtung von Krillöl sehen wir es gibt eine viel hochwertigere Quelle von Omega 3-Fettsäuren!

Krillöl, geballte Lebenskraft aus der Antarktis

Krillöl ist 3-fach wirksam; es bietet uns hochwertige Omega 3-Fettsäuren, Phospholipide und Astaxanthin. Diese Kombination ist einmalig in der Natur!

Da zur Verdauung keine Gallensäure benötigt wird, ist Krillöl sogar für Menschen mit Fettverdauungsstörungen geeignet.

Phospholipide haben eine hohe Bioverfügbarkeit und können daher vom Körper optimal verwertet werden; sie gelangen von der Leber direkt in die Blutbahn und stehen sofort für die wichtigen Organe wie Herz, Gehirn und Leber zur Verfügung. Phospholipide zeigen die außergewöhnliche Eigenschaft sich mit Wasser und Fetten zu verbinden, das Krillöl schwimmt daher im Magen nicht oben auf sondern vermengt sich mit der Magensäure und wirkt so lästigem Aufstoßen mit Fischgeschmack entgegen.

Der antarktische Krill (Euphausia Superba) ist für uns Menschen also eine einmalige Kombination von Omega 3-Fettsäuren in der Natur und ein Blick in den Lebensraum der erfolgreichsten Biomasse (am meisten vertretene Tierart) der Erde lässt uns erstaunliches Entdecken. Krill sind kleine Krebse. Diese wachsen im eisklaren Wasser des Südpolarmeeres heran, weit weg von Industrie und Schifffahrtsrouten im weitgehend natürlichen Ökosystem der Antarktis. Sie leben in riesigen Schwärmen, die sich über hunderte von Quadratkilometern erstrecken können und dienen als schier unerschöpfliche Nahrungsquelle für Robben, Wale und Pinguine. Auch Seevögel und gewisse Schwarmfische ernähren sich von Krill. In Norwegen hat man im Magen eines Wals 5 Millionen dieser kleinen Krebse gefunden, so wurde der Name Krill geprägt, was auf norwegisch soviel wie „Walnahrung“ bedeutet.

Selbst ernähren sich die kleinen Krebse von Mikroorganismen wie Algen und Phytoplankton und diese Powerpakete sind mit einer Vielfalt von hochwertigen Nährstoffen ausgestattet. Unter anderem sind sie auch die beste Quelle von Astaxanthin, dem roten Farbstoff, der Krill eine markant rote Farbe verleiht. Astaxanthin zählt zu den Carotinoiden und hat genau wie andere bekannte Carotinoide (Beta-Carotin aus Karotten und Lycopin aus Tomaten) eine antioxidative Wirkung, es verleiht den langkettigen und instabilen Omega 3-Fettsäuren Stabilität, das wertvolle Krillöl wird dadurch deutlich länger.

Krill beschenkt uns mit der 15-fachen Menge an Omega 3- im Verhältnis zu Omega 6-Fettsäuren (1:15), also einer sagenhaften Menge, um die moderne Ernährung etwas ins Gleichgewicht zu rücken. Krillöl versorgt uns auch mit Phospholipiden und Astaxanthin und vielen anderen Nährstoffen wie Calcium und den Vitaminen A, B1 , E und D, so hat sich Krillöl zu einer Grundversorgung für Nahrungsergänzung entwickelt und wird immer populärer, dennoch wird mit dieser wertvollen Ressource aus der Natur sehr sorgfältig umgegangen.

Nachhaltigkeit

Viele Krillöl Anbieter loben ihre zertifizierte Nachhaltigkeit aus. Tatsächlich haben alle Anbieter ihr Krill aus nachhaltiger Fischerei und sind von der einen oder anderen Stelle zertifiziert. Der weltweite Krillfang ist nämlich strengstens reguliert von der „Internationalen Kommission für den Erhalt der Antarktischen Lebensräume“. Von den geschätzten 600 Millionen Tonnen Krill weltweit dürfen ca. 2 % jährlich gefangen werden. Die tatsächliche Fangquote liegt
jedoch mit ca. 0,8 % weit darunter und nur ca. 0,1 % wird weltweit für Nahrungsergänzung verwendet. Größtenteils dienen die kleinen Meerestiere nämlich als Futtermittel für Zuchtlachse (für die tolle rote Färbung) und anderen Aquarien-Tieren und –Kulturen, als auch zur Herstellung von Proteinkonzentraten.

Krillöl ist ein Premium-Rohstoff, der hohe Anforderungen stellt um gewonnen zu werden: Mit speziell ausgestatteten Fangbooten werden die Krill mittels Schlauch an Board „gesaugt“, so wird auch erfolgreich unerwünschter Beifang vermieden. Der frische Fang wird innerhalb 3 Stunden in verschiedenen Prozessen direkt auf den Booten weiterverarbeitet, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.

Fazit: Krillöl ist nicht ohne Grund eine der sinnvollsten Nahrungsergänzungen, die wir heute kennen; es verleiht dem Körper die Kraft stillen Entzündungen entgegen zu wirken und ermöglicht uns genau wie Krill unter harten Lebensbedingungen zu gedeihen und uns rundum wohl zu fühlen.