Es gibt, meiner Meinung nach, keinen Grund mehr daran zu zweifeln, dass eine Krankheit wie Krebs die Folge ist von Ernährungsfehlern, Bewegungsmangel, einem nicht passenden Umfeld und einer negativen Lebenseinstellung ist. Wenn ein Mensch an Krebs erkrankt, kann die Ernährung sehr viel dazu beitragen wieder gesund zu werden.  Und am Anfang der Behandlung steht sie, die Ernährung, jede Diskussion darüber erübrigt sich. Leider kommen viele Spitäler und Kurzentren der Forderung einer gesunden Ernährung mit ausreichenden, biologischen Nährstoffen, Ballaststoffen und nur wenig Kohlenhydraten nicht nach, dies sollte sich ändern.

„Du bist, was du isst“ ist ein bekannter, fast schon überstrapazierter Satz, der dennoch nichts an seiner Bedeutung verloren hat. Zu essen bedeutet, dass wir am Leben bleiben, genug Energie haben um unsere täglichen Arbeiten zu verrichten und glückliche zufriedene Menschen sind. Leider achten wir oft nur darauf ob wir etwas, aber nicht was wir zu essen bekommen. Wir passen unsere Ernährungsgewohnheiten oft unserer Umgebung an (Elternhaus, Land, Freunde) und denken nicht weiter darüber nach, ob sie uns auch guttun. Wir geben uns mit billigem Essen zufrieden, nur um satt zu werden und um Geld zu sparen.

Verschiedene Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die Krankheit Krebs eindeutig mit einer Ernährung zusammenhängt, die unnatürlich ist. Wenn man sich die Statistiken von Krebserkrankungen weltweit ansieht, dann erkennt man klare Tendenzen. So kommen z.B. in Nordafrika nur ca. 110 Neuerkrankungen an Krebs pro 100.000 Einwohner im Jahr vor, in Nordamerika und Australien sind es jedoch ca. 410 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern. Natürlich findet man leicht Gegenargumente. So werden die Menschen in verschiedenen Ländern auch unterschiedlich alt und im Alter steigt die Gefahr an Krebs zu erkranken. Andere Untersuchungen zeigen jedoch deutlich, dass Auswanderer sich bald der Krebsstatistik jenes Landes anpassen, in das sie ausgewandert sind. Japaner, die nach Hawaii auswandern, leiden deutlich häufiger unter Prostatakrebs, dafür weniger an Magenkrebs als in ihrem Heimatland.

Ich möchte Ihnen nun einige Tipps geben, wie eine „Präventivernährung“ oder eine Ernährung bei einer Diagnose lautend „Krebs“ aussehen sollte. Diese Tipps sind natürlich nicht alle Ratschläge, die ich geben kann, dazu müsste ich ein Buch schreiben. Diese Bücher gibt es aber schon, daher erlaube ich mir, auf sie zu verweisen. Ich möchte Sie nur neugierig machen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, was man in seinem Leben bei der Ernährung verändern kann, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden.

Ich möchte sie mit meinem Text nicht langweilen, daher gebe ich Ihnen zu Beginn eine Kurzformel: Jegliches Lebensmittel, das Sie zu sich nehmen nimmt der Körper auf und baut es in seine Zellen ein. Jede Kalorie wird gespeichert. Ihr Körper kann nicht anders, denn dieses Wissen ist ein Resultat unserer Evolution. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor einer üppigen Torte, mit viel Schlagobers oder einem Glas Whisky auch diese Kalorien werden zu Ihrem Körper, ob Sie nun wollen oder nicht, dies ist Ihrem Körper egal. Auch ein Salat aus Bio-Äpfel oder Bio-Karotten wir verwertet, allerdings mit anderen Folgen. Denken Sie bitte noch einmal kurz darüber nach: „Du bist, was du isst“.  Nun aber zu unseren Tipps!

Biologische und frische Ernährung

Eine gesunde Ernährung sollte biologisch und frisch sein. Die Supermärkte machen ein riesen Geschäft daraus, dass sie biologische Ware unter dem Begriff „Bio“ anbieten. Dies ist auch gut so und ich möchte Sie ermuntern, dass Sie Biolebensmittel einkaufen. Ob diese allerdings immer biologisch sind, bleibt dahingestellt. Von Vorteil wäre es, wenn man direkt beim Erzeuger einkaufen kann, diesen befragt und sich dann entscheidet. Dies können aber leider die wenigsten Konsumenten. Wichtig ist zu wissen, dass biologisch erzeugte Lebensmittel eine hochwertigere innere Struktur haben, mehr Nährstoffe und unserem Körper daher guttun. Eine Sachertorte hat nicht diese Eigenschaften, auch wenn sie gut schmeckt.

Die Frische von Lebensmitteln ist ebenfalls ein wesentliches Kriterium für die Erhaltung der Gesundheit. Der Weg vom Boden zum Mund ist oft ein sehr langer. Früchte werden unreif geerntet, dann per Schiff oder Flug zu uns gebracht, nachgereift und verzehrt. In dieser Zeit verliert das Lebensmittel an Wertigkeit. Zu beachten ist auch, dass viele dieser Früchte oder auch Gemüse aus den südlichen Ländern (z. B.: Spanien) vollgepumpt sind mit Chemikalien, die unserem Körper gar nicht guttun. Jedes Gift muss wieder ausgeschieden werden!

Nährstoffreichtum

Unsere Lebensmittel sollten voller Nährstoffe sein. Darunter versteht man Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, aber keine leeren Kalorien wie zu Beispiel Zucker. Lebendigkeit, Frische und Vielfalt sind gefragt.

Die „modernen Lebensmittel“ sind raffiniert, verändert, unnatürlich. Sie beinhalten keinen Nähstoffreichtum mehr, keine Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Unser Körper hat sich jedoch, durch die Evolution, an den Reichtum der Natur angepasst, denn wir sind Natur. Wir brauchen keine Getränke die Flügel verleihen und wir brauchen auch keine Fleischsemmeln um einen Euro, wir brauchen ebenfalls kein Softgetränk, das pro Liter über 36 Stück Würfelzucker enthält. Diese Ernährungsweise tut unserem Körper nicht gut, ist unnatürlich und führt zu chronischen Krankheiten, wie der Krebs eine ist.

Wenn wir in die Natur blicken, dann sehen wir einen riesigen Reichtum. Dieser Reichtum darf und sollte sich in unserer Ernährung widerspiegeln. Wir sollten nicht darauf verzichten, sondern mutig zugreifen. Es muss am Sonntag nicht der Schweinebraten mit Knödel auf den Tisch kommen, es kann auch einmal eine Gemüsepfanne sein. Gemüse ist ein wertvoller Teil unserer Ernährung, voller Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Wenn jemanden die Diagnose „Krebs“ ereilt, dann ist die Ernährung sofort umzustellen und dabei ist es völlig unerheblich, um welchen Krebs es sich handelt.

Ballaststoffe

„Der Tod sitzt im Darm“, dies wussten schon die Ärzte früherer Generationen. Aber wer hört denn schon gerne auf die Altvorderen? Der Mangel an Ballaststoffen in unserer Ernährung ist eine der Hauptursachen von Dickdarmkrebs und anderen Darmproblemen.

Ballaststoffe haben verschiedene Eigenschaften. Vor allen Dingen können sie bis zu 100 mal mehr Wasser binden, als ihr eigenes Gewicht ausmacht. Dadurch tritt ein schnelleres Sättigungsgefühl ein und der Darm wird aktiver. Durch die Bindung von Wasser ist es natürlich wichtig, auch genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, wenn man eine Ernährung bevorzugt, die reich an Ballaststoffen ist. Die beste Quelle für Flüssigkeit ist reines Wasser. Weder Tee, noch Kaffee und auch nicht Fruchtsäfte können Wasser ersetzen.

Ballaststoffe vergrößern aber nicht nur das Stuhlvolumen, sie binden auch Schadstoffe, die die Leber ausscheidet. Weiters helfen sie Cholesterin auszuscheiden und füttern unsere Darmbakterien, die wesentlich zur Gesundheit beitragen.

Allgemein wird empfohlen, dass wir ca. 30 Gramm an Ballaststoffen täglich zu uns nehmen sollen, tatsächlich schaffen dies nur ca. 30 % der Bevölkerung in den europäischen Ländern. In jenen Ländern der Erde in denen der Anteil an Ballaststoffen erhöht ist, gibt es eine deutlich geringere Rate von Erkrankungen an Dickdarmkrebs, dies sollte uns zu denken geben.

Antioxidantien

Oxidation und Reduktion sind Vorgänge in der Natur und somit auch in unserem Körper, die jede Sekunde in jeder Zelle stattfinden. Man kann sich dies leicht anhand zweier Beispiele bildlich vorstellen. Legt man ein Stück Eisen, ohne Schutzanstrich, auf eine Wiese, dann wird es bald rosten. Schneidet man einen Apfel auf und lässt ihn in der Küche liegen, dann wird er braun. Beide Vorgänge nennt man Oxidation, man kann auch Alterung dazu sagen. Wenn man aber das Eisen schützt durch einen Anstrich oder den Apfel mit einer Zitrone einreibt, dann bleiben die Oxidationsprozesse aus, die Alterung wird unterbunden. Ähnliche Prozesse finden in unserem Körper statt. Die Ursachen der Alterung kommen aus unterschiedlichen Quellen. Leider sind es immer mehr Umweltgifte, die zu einer Oxidation führen. Autoabgase, Pestizide und Medikamente sind Quellen der Oxidation (natürlich gibt es noch viele mehr).

Wenn unser Körper „oxidiert“ und somit altert, dies ist ein ganz natürlicher Vorgang. Der Unterschied von Mensch zu Mensch ist jedoch, wie schnell wir altern und dies ist abhängig von unserer Lebensweise. Wer zum Beispiel raucht, braucht deutlich mehr Antioxidantien. Auch ein erhöhter Blutzucker, Stress, Alkohol und Sport fordern der Körper heraus und man sollte ihn mit Antioxidantien unterstützen.

Unter Antioxidantien versteht man Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, die uns die Natur reichlich zu Verfügung stellt, leider aber in der modernen Ernährung zu wenig enthalten sind, besonders dann, wenn man einen erhöhten Bedarf hat. Pflanzen stehen am Beginn jeglicher Lebensmittelproduktion, daher sollte unsere Ernährung zu einem großen Teil aus Gemüse bestehen, am besten aus einer biologischen Produktion und nicht genmanipuliert.

Im Falle einer Krebserkrankung hat der Körper natürlich einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien. Neben der konventionellen Therapie darf darauf nicht vergessen werden, wobei ich natürlichen Vitaminen gegenüber den synthetischen den Vorzug gebe. Am sinnvollsten ist es für mich, die ganze Pflanze zu verwenden, da wir so in den Genuss aller Inhaltstoffe kommen.

Gewürze

Gewürze gehören zu einer Gruppe von Heilmitteln, die leider sehr wenig beachtet wird. Gerne verfeinern wir unsere Speisen mit Salz, Zucker, Fett oder Essig, obwohl wir damit die Gerichte kaum aufwerten. Wenn wir jedoch Gewürze richtig anwenden, dann haben sie einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Gewürze enthalten ätherische Öle, Farbstoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzen- und Bitterstoffe. Natürlich werden sie nicht in dem Ausmaß konsumiert, dass man von einem wirklichen „Vitaminschub“ sprechen kann, dies ist aber auch nicht notwendig. Allein durch ihr Aroma können Gewürze die inneren Organe „zum Leben erwecken“. Bitterstoffe regen die Leber an zu arbeiten, die Darmperistaltik wird verstärkt und durch so manche Kräuter wird auch Stress reduziert.

Kochen mit feinen Gewürzen reduziert außerdem den Bedarf von Kochsalz und dies stärkt unsere Gesundheit.

Ein besonders Gewürz ist das Pulver der Curcumawurzel ( Curcuma longa). Sie gibt dem indischen Curry seine goldgelbe Farbe und verfeinert so manche Speise. Die Inhaltstoffe verstärken sich gegenseitig in ihrer antikanzerogenen Wirkung und können nachweislich Entzündungen reduzieren. Curcuma beinhaltet Antioxidantien, schützt das Gehirn vor Alzheimer, senkt den Cholesterinspiegel und regt die Leber an, effektiver zu arbeiten.

Kalorienbewusstes Essen

„Qualität statt Quantität“, so lautet ein einfaches Motto einer modernen Ernährung. Jede Kalorie die aufgenommen wird, speichert der Körper. Es handelt sich dabei um Fette, Eiweißstoffe und Kohlenhydrate. Gerade den Kohlenhydraten (Zucker) habe ich in diesem kleinen Heft einen eigenen Artikel gewidmet, ich möchte aber auch an dieser Stelle davor warnen, den Konsum von Zucker zu übertreiben. Wir nehmen, angesichts unserer täglichen Tätigkeiten, zu viele leere Kalorien zu uns. Auch wenn wir Freude am Essen haben („Aber bitte mit Sahne“), so möchte ich doch eindringlich davor abraten, den Körper mit zu vielen Kalorien zu lähmen. Wir entziehen uns dadurch den Rhythmen des Lebens und öffnen chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, die Tür.

Sinnvoll ist es, den Kalorienkonsum seinen körperlichen Aktivitäten anzupassen. Es ist auch durchaus sinnvoll, Fastenzeiten einzulegen. Man muss dabei ja keine Rekorde aufstellen. Schon eine kurze Fastenzeit von 24 Stunden kann dem Körper helfen, Gifte auszuscheiden, die Leber anregen zu arbeiten und so die Gesundheit zu erhalten. Diese kurzen Fastenzeiten sollten jedoch regelmäßig abgehalten werden, einmal im Jahr macht dies keinen Sinn.

Krebszellen zum Beispiel reagieren auf Zuckerentzug (damit sind der raffinierte Zucker, Weißmehl, Torten, Nudel etc. gemeint). Oft verlassen sie den Körper und kehren nie wieder. Ich arbeite viel mit betroffenen Menschen und durfte so eine positive Situation schon öfter erleben.

Zusammenfassung:

Es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass eine gesunde Ernährung eine Krebserkrankung nicht nur verhindern kann, sondern auch einen eventuellen Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. Ich persönlich halte es für einen Kunstfehler, wenn man aus ärztlicher und therapeutischer Sicht (präventiv und kurativ) darauf verzichtet, eine Aufklärungsarbeit bezüglich Ernährung zu leisten. Nahrungsergänzungsmittel tragen ebenfalls dazu bei, die Gesundheit zu erhalten. Es gibt bereits genügend Literatur, die wissenschaftlich abgesicherte Daten liefert, auch andere Informationsquellen, wie zum Beispiel das Internet, stehen uns zu Verfügung. Krebsprävention durch Ernährung ist absolut gleichzusetzen mit einer ungiftigen Chemotherapie. Wer sich die in den Nahrungsmitteln enthaltenen krebshemmenden Moleküle zu Nutze macht, hat einen starken Verbündeten an seiner Seite: die Natur.