Unser Buch: Heilpflanzen und ihre Wirkung

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Wertvolle Tipps, neue Denkansätze und bisher wenig bekannte Informationen machen unser Heilpflanzen-Lexikon zu einem tollen Nachschlagewerk, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.

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Frühlingszeit - Detox-Zeit!

DINKELGRAS

Schon Hildegard von Bingen sagte: „Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns.“
Dinkel gehört zur Familie der Süßgräser und ist eng mit dem Weizen verwandt. Ursprünglich könnte Dinkel durch Genmutation aus älteren Weizenarten (wie dem Emmer, dem Einkorn oder dem Hartweizen) entstanden sein. Es existieren heute viele Mischformen. Ein wichtiger Unterschied zwischen Dinkel und Weizen ist, dass das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen ist und vor dem Mahlen zunächst „geröllt“ werden muss.
Archäologische Funde zeigen, dass Dinkel schon vor 8.000 Jahren im Gebiet des Ararat verwendet wurde, in Asien bereits vor 15.000 Jahren. Im Alpenraum wird die Pflanze zumindest seit der Jungsteinzeit angebaut und gehandelt. Im 20. Jahrhundert wurde Dinkel dann durch den Weizen fast vollständig verdrängt, denn dieser ermöglicht größere Erntemengen und ist leichter
zu verarbeiten. Erst in letzter Zeit erlebte Dinkel sein Comeback durch gesundheitsbewusste Konsumenten, durch die Anhänger der Hildegard-Medizin und die zunehmende Weizenunverträglichkeit in der Bevölkerung.

Inhaltsstoffe
Dinkel besitzt über 50 % Stärke, deutlich mehr Kieselsäure als Weizen, hochwertiges Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren. Sein grünes Gras bietet den höchsten Chlorophyll- und Vitamin B12-Gehalt unter den Getreidegräsern und zusätzlich weitere B-Vitamine, Calcium, Kalium und Eisen.

Körperliche Wirkung
Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt
viele Regulationsprozesse im Körper. Er verbessert
das Blutbild, denn sein Aufbau ist fast identisch mit
dem des roten Blutfarbstoffes. Er hilft der durch
Stress oder Medikamente geschädigten Darmflora
bei der Regeneration und der Leber bei der Entgiftung.
Allgemein sorgt er für ein basisches Körpermilieu,
das zur körpereigenen Säureausleitung motiviert
und chronischen Entzündungen und Krebs
vorbeugt. Durch den hohen Vitamin-B-Gehalt gilt
Dinkel als nervenstärkende Gehirnnahrung. Die Vitalstoffe
befinden sich wie bei allen Getreidesorten
vor allem in den Randschichten und im Keimling
bzw. im Dinkelgras.

Anwendung
Grünkern, das unreif geerntete und getrocknete
Getreide, wird für Suppen und Bratlinge verwendet.
Dinkelreis, die entspelzten und geschliffenen
Körner, können wie Reis gekocht werden. Daneben
gibt es im Handel auch Dinkelkaffee und -bier sowie
Dinkelgraspulver oder -tabletten zu kaufen. Letztere
eignen sich hervorragend als Nahrungsergänzungsmittel
für einen basenbetonten Speiseplan. Dreimal
täglich 1 TL Dinkelgraspulver in Wasser oder Fruchtsaft
einrühren.
Echte Dinkel-Fans ziehen das Gras auch selbst und
pressen daraus frisch den vitalisierenden Saft. Dazu
Dinkelsamen zwei Tage im Glas vorkeimen, in ein
flaches Gefäß mit Blumenerde pflanzen,mit einem
feuchten Tuch abdecken und zweimal täglich mit
dem Wassersprüher befeuchten. Nach vier Tagen
können die 10 cm langen Gräser knapp über der Erde
geschnitten und im Entsafter oder einem hochtourigen
Smoothie-Mixer weiter verarbeitet werden.
Tipp: Grüner Smoothie mit Dinkelgras
Wenn Sie mehr Chlorophyll in Ihre Ernährung integrieren
wollen (ohne Unmengen an Salat essen zu
müssen), empfiehlt sich ein Grüner Smoothie mit
hohem Mikronährstoffgehalt. Mixen Sie dazu 1 EL
Dinkelgras-Pulver, 1 TL Acerola-Pulver und 1 geschälte
Banane mit 150 ml Wasser zu einem cremigen
Smoothie und genießen Sie diesen schluckweise.

Zu beachten
Dinkelkörner enthalten wie Weizen Gluten und
werden bei Zöliakie meistens nicht vertragen. Dinkelgraspulver
oder -presslinge sollten schonend im
Niedertemperaturverfahren hergestellt und lichtgeschützt
verpackt sein. In konventionellen „Dinkel“-
Broten wird das Mehl oft mit Weizen gestreckt
– besser das Kleingedruckte genau lesen!

Dinkel hilft bei:
Immunabwehr
Blutarmut
Säure-Basen-Gleichgewicht
Nervenstärkung
Entgiftung
Aufbau der Darmflora