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DIE BRENNNESSEL

Es stimmt. Sie können beim Spazieren durch die Landschaft oder beim Garteln richtig lästig werden. Gleichzeitig sind Brennnesseln ein ausgezeichneter heimischer Vitalstofflieferant und unterstützen den Stoffwechsel, die Gelenke und die Harnwege.
Die Große und Kleine Brennnessel aus der Familie der Brennnesselgewächse zählen bei uns zu den bekanntesten Wildkräutern. Wohl auch deswegen, weil der Kontakt mit ihnen bleibende Erinnerungen hinterlässt. Blattoberseite und Stängel der Pflanze sind mit sogenannten Brennhaaren besetzt, die ihnen Fressfeinde vom Leib halten sollen.
Die Spitze der Brennhaare bricht bei Berührung ab und spritzt einen ameisensäurehaltigen Inhalt unter die Haut des „Angreifers“. In der Folge entstehen schmerzhafte Rötungen und Quaddeln (Schwellungen). Brennnesseln sind je nach Art einjährige oder ausdauernde Pflanzen, die 10 bis 250 cm hoch werden. Sie besitzen eiförmige Laubblätter mit gezacktem Rand und deutlich sichtbaren Blattnerven.
Die Brennnessel ist eine anspruchslose Pionierpflanze und kommt beinahe weltweit vor. Sie verbreitet sich rasch durch ihre unterirdischen Rhizome und liebt stickstoffreichen Boden. Im biologischen Gartenbau ist das Ansetzen von Brennnesseljauche ein bewährtes Hilfsmittel.

Inhaltsstoffe
Die große Brennnessel besitzt einen hohen Anteil an Vitalstoffen. Darunter Mineralien wie Magnesium, Kalium, Silizium, Eisen, Vitamin A, C, sowie Flavonoide (Quercetin-, Kaempferolglykoside) und Caffeolyäfelsäure als Entzündungshemmer. Der Eiweißgehalt beträgt in der Trockenmasse stolze 30 %. Im Brennsaft befinden sich Histamin, Acetylcholin und Serotonin. Die Wurzel enthält unter anderem Phytosterole, Cumarin, Lignane und Lectine.

Körperliche Wirkung
Die entzündungshemmende und entwässernde Wirkung der Brennnesselblätter hilft erkrankten Harnwegen sowie bei Rheuma und vorbeugend gegen Nierengrieß. Da der gesamte Stoffwechsel angeregt und der Körper sanft entgiftet wird, verwendet man sie gerne bei Frühjahrskuren und beim Heilfasten. Die Wurzel lindert beim Mann schmerzhaftes, häufiges
Wasserlassen und Harnstauung aufgrund einer vergrößerten Prostata. Traditionell wird die Pflanze auch äußerlich bei Rheuma, Ischias und Hexenschuss angewendet. Man streicht dabei leicht mit dem Kraut über die schmerzenden Stellen. Außerdem helfen Auszüge der Brennnessel bei fettigem oder dünnem Haar.

Anwendung
Als tonisierende Frühjahrskur 2 Wochen lang täglich 1-3 Tassen Brennnesseltee trinken. Das beseitigt Müdigkeit und Leistungsschwäche. Dazu jeweils 1-2 TL getrocknetes Brennnesselkraut (1,5 g) mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Im Frühjahr eignen sich die jungen Triebspitzen der Brennnessel vorzüglich als gesundes Gemüse
und können, wie Spinat, als Kräuterbutter oder im Smoothie verzehrt werden. Bei der Ernte am besten Handschuhe tragen. Die Brennhaare werden durch Walken mit dem Nudelholz, trocknen, fein schneiden oder blanchieren unschädlich gemacht.
Auch die nussigen Samen sind sehr gesund und können zum Beispiel direkt über den Salat gestreut werden.

Tipp: Brennnesselhaarkur
4 frische Brennnesselstängel in einen Topf mit 1 l kaltem Wasser geben und 5 Minuten kochen. Dann 2 Stunden ziehen lassen, abseihen und in eine Sprühflasche füllen. Die Kopfhaut damit befeuchten, Handtuch darüber wickeln und möglichst lange
einwirken lassen. Nicht nachspülen. Wenn möglich zusätzlich Brennnesselsamen in den Speiseplan einbinden. Auch sie fördern den Haarwuchs.

Zu beachten
Bei einer normalen Dosierung sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt. Während einer Brennnesseltee-Kur ist aufgrund der entwässernden Wirkung auf ausreichende zusätzliche Flüssigkeitseinnahme zu achten.

Brennnessel hilft bei:
– Rheuma
– Harnwegserkrankungen
– vergrößerter Prostata
– Hexenschuss
– Entschlackung
– Blut- und Milchbildung
– schütterem, fettigem Haar