Granatapfel –Punica Granatum

Familie: LYRTHACEAE (Weiderichgewächse) Sub: PUNICACEAE (Granatapfelgewächse) Synonyme: Grenadine, Echte Granate, Granatbaum

Medizinisch verwendete Pflanzenteile: Früchte, Samen, Knospen, Wurzeln

Energie, Elemente, Organbezug

Temperatur: kühl Geschmack: süßlich, süß-säuerlich, leicht herb Eigenschaften: stark östrogenartig (hormonausgleichend), aphrodisierend, antioxidativ, antiphlogistisch, antitumoral, antiviral, befeuchtend, gefäß- und zellschützend, Yin-nährend, adstringierend, vitalisierend, antiarteriosklerotisch, durchblutungsfördernd Funktionskreis: WASSERKFEUERKMETALL – Niere, Lunge, Magen/Darm, Milz/Pankreas

Inhaltsstoffe

Flavonoide, Anthocyane, Polyphenole (Ellagitannine wie Punicallagin), Phenolsäuren (Ellagsäure, Gallussäure), Phytoöstrogen (Genistein), Phytosterole (β-Sitosterol), Betulin, Quercetin, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Mineralien (Kalium, Calcium), Spurenelemente (Eisen, Zink, Kupfer, Fluor), Vitamin C, β-Carotine, Eiweißbausteine (Glutamin, Asparaginsäure)

Paradiesischer Apfel

Seit mehr als 3000 Jahren wird die paradiesische Frucht angebaut und gilt somit als eine der ältesten Kulturfrüchte der Menschheit. Ihr Ursprung liegt in Afrika, wie aus archäologischen Funden hervorgeht. Das Verbreitungsgebiet dieses buschigen Baumes liegt im westlichen bis mittleren Asien, Nordafrika und im Mittelmeerraum. Der Granatapfel, dessen dicke, feste Lederhaut das innere saftige Fruchtfleisch mit den nährstoffreichen Samen umschließt, liebt die heißen Sommer. Sonne, Hitze, Licht und Wind sind die dort waltenden Elemente, von denen er sich anregen lässt.

Granatapfel

Bei den antiken Ägyptern und im Judentum galt die Pflanze als heilig, wie zahlreiche Abbildungen und Skulpturen zeigen. Den Griechen galt der Granatapfel wegen der großen Samenzahl als Symbol der Fruchtbarkeit, Lebenselixier und wurde in der Mythologie als „Speise der Götter“, die Unsterblichkeit verleiht, bezeichnet. Die Römer liebten ihn als „punischen Apfel“ und schließlich hat er der spanischen Stadt Granada, dem Geschoß Granate und dem roten Halbedelstein Granat den Namen verliehen. Auch in alten Schriften und in der Kunst und Kultur aller Epochen trifft man auf die „Frucht des Lebens“. Die Idee, das Wesen, das die einzigartige Pflanze zum Ausdruck bringt, ist Weiblichkeit, Fruchtbarkeit, Lust am Leben, Erotik, fast YIN pur.

Seine Vielzahl an bioaktiven Inhaltsstoffen und seine einzigartige biochemische Zusammensetzung machen den Paradiesapfel zu einem Multitalent, das in der Volksheilkunde bereits eine lange Tradition hat. Wissenschaftler haben sich diesem Phänomen angenommen und die vielfältigen Heilkräfte zum Teil bestätigt, wobei als bewiesen gilt, dass der Granatapfel eine der größten Antioxidantien-Quellen und stärkstes Abwehrmittel gegen krankheitsauslösende freie Radikale ist. Die Wirkeffekte dieser Pflanze sind so umfassend, dass die Kenntnis über die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und die Grundlagen der TCM bei weitem nicht ausreichen, diese zu erklären.

Therapeutische Anwendung

Die Samen, die das gesamte Pflanzenwesen in sich tragen und einen Ölgehalt von ca. 5 % aufweisen, enthalten eine beeindruckende Konstellation an Yi-nährenden Substanzen.

Die Nieren-Yin und -Essenz werden gestärkt. Das Vorhandensein von 17-Östradiol fördert die Gesundheit der Knochen (Osteoporoseprophylaxe). Leere-Hitze Symptome, beispielsweise bei klimakterischen Beschwerden der Frau wie Hitzewallungen und Trockenheit der Haut und Schleimhäute, erfahren Linderung durch östrogenähnliche Stoffe, die ihrerseits einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt ausüben. Tatsächlich zeigt sich auf materieller Ebene, also der der Inhaltsstoffe, welch große Bedeutung die Granatapfel-Essenz beim Yin-Yang-Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Kräften/Energien einnimmt. Mangelnde Libido der Frau und Potenzstörungen des Mannes kann daher nebenwirkungsfrei gegengesteuert werden. Essenzen fügen immer etwas hinzu, sie nehmen nichts weg, helfen so aus der eingenommenen Rolle zu schlüpfen, klären Gedanken und Gefühle, beeinflussen die momentane Sichtweise dem Leben gegenüber, helfen innere Konflikte zu lösen und sich seiner Lebensaufgabe zu stellen. Daher ist auch der energetische Bezug zum Wurzelchakra auf feinstofflicher Ebene nicht verwunderlich und rechtfertigt dieser einen weiteren möglichen Einsatzbereich in Bezug zur Schwangerschaft und der Mutterrolle. Obwohl es widersprüchlich erscheinen mag, lässt sich der Granatapfel nicht nur bei Östrogendominanz, sondern auch bei PMS und Unfruchtbarkeit in Folge Östrogenmangels erfolgreich anwenden.

Hohe Polyphenol-Konzentrationen, insbesondere Flavonoide schützen gegen vorzeitiges Altern (Atrophie der Haut, Hautalterung), Herz- Kreislauferkrankungen und zeigen hinsichtlich der Nerven, indem sie diese vor oxidativem Stress bewahren, protektive Wirkeffekte. Dadurch kann mentalen Verlusten und neurologischen Erkrankungen (z.B.Morbus Parkinson, Alzheimer) präventiv Abhilfe geschaffen werden. In vitro Studien attestieren eine antikarzinogene, antitumorale, zytostatische Eigenschaften (Brust-, Prostata-, Haut-, Lungen-, Colonkarzinome), wodurch sowohl präventive, als auch therapiebegleitende Anwendungen sinnvoll sind.

Die wertvollen ungesättigten Fettsäuren Punicinsäure und γ-Linolensäure, die in nur ungefähr 10 Heilpflanzen überhaupt vorkommen, haben eine immens starke antioxidative Kraft, woraus sich die bereits oben angeführten Indikationen ableiten lassen. Sie nähren das Wei Qi (Abwehrkraft) und bewahren die hauteigene Feuchtigkeit. Bioflavonoide sind verantwortlich für die entzündungshemmende, schmerzlindernde Kraft, die aus der Inhibierung des Cyclooxygenase Enzyms resultiert, das im Arachidonsäure Stoffwechsel eine Schlüsselfunktion einnimmt. Ergo sind mögliche Indikationsbereiche Rheuma, Osteoarthritis und Parodontitis (additiv das Öl äußerlich).

Doch nicht nur die Samen, sondern auch die Pulpa mit ihrer purpurnen Farbe versinnbildlichen nach der altchinesischen Alchemie die „konzentrierte Seele“, welche Langlebigkeit und Unsterblichkeit hervorbringt. Das leicht saure, adstringierende, kühlende Fruchtfleisch nährt auch das Yin von Leber Gallenblase und die Yin Essenz. Leicht süßliche Komponenten haben einen Bezug zu Milz/Pankreas, nähren das Parenchym durch den Reichtum an vitalen, bioaktiven Stoffen und stellen Blutaufbaustoffe bereit, die bei Anämie, Müdigkeit und Vitalitätsmangel wertvolle Dienste leisten.

Der dezent bittere Geschmack belebt das Herz, harmonisiert den Geist, bewegt das Blut und hat absenkenden Charakter. Studien bestätigen ein blutdrucksenkendes Potential, Reduktion des LDL-Cholesterins um 90 % im Blut und dadurch einen Abbau arteriosklerotischer Plaques. Nicht zuletzt wird der Granatapfel auch bei Autismus empfohlen – die Neigung sich abzukapseln, sich vor dem Leben zu verschließen soll der lebensbejahenden, sonnigen Kraft weichen.

Indikationen im Überblick

• Antioxidans – Radikalfänger (Anti-Aging/ Hautalterung)
• Arteriosklerose, Hypertonie
• Entzündungen unterschiedlicher Genese (z.B. Zahnfleischentzündungen)
• Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Cholesterinwerte (senkt LDL-Werte im Blut)
• Herz-Kreislauferkrankungen
• Mangelnde Libido, Potenzstörungen auch durch Ablehnung der Sexualität zu sich selber (Bezug zu Unterleib)
• Osteporoseprophylaxe
• Phasen hormoneller Umstellung
• Prostataerkrankungen (erhöhte PSA-Werte)
• Tumore (Mamma-, Prostata-, Haut-, Lungen-, Colonkarzinom)
• Verbesserung der Abwehrleistung, Schutz von Infektionen
• Vorbeugung mentaler Verluste und neurologischer Erkrankungen
• Wechseljahrbeschwerden (Hitzewallungen, trockene Schleimhäute)

Wechselwirkungen

Die Wirkung der Östrogene ist an einen intakt symbiotischen Darm gebunden. Bei Dysbiose ist eine Darmsanierung notwendig. Synergistische Effektedurch Zugabe von: Granatapfel

 

Lithothamnium Calcareum

Algen zählen zu den ältesten Lebensformen auf unserer Erde – wo Algen sind, ist Leben.
Die fossile Rotalge Lithothamnium Calcareum enthält 32 seltene Spurenelemente, wie z.B. Calcium, Magnesium, Schwefel, Natrium, Eisen, Jod, Selen, Zink, Kobalt, Kupfer, Chrom in höchster Bioverfügbarkeit (90 %), die eine Remineralisierung im menschlichen Organismus unterstützen. Außerdem sind noch Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Besonders hervorzuheben ist der hohe Magnesiumgehalt, der sämtliche neuromuskuläre Reaktionen unterstützt, bei Stress ausgleichend und bei Neigung zu Spasmen entspannend wirkt. Eisen optimiert die Hämoglobinbildung und Calcium trägt zum Erhalt der Knochenstruktur bei.