Kleine Brände mit gravierenden Folgen

Entzündungen können überall im Körper vorkommen. In der Leber, in der Niere, in den Knochen, im Darm, dem Herzen und dem Gehirn. Auch in unseren Gefäßen können sich Entzündungen ausbreiten. Natürlich sind es dort keine großen, roten Entzündungen, sondern eher kleine, schleichende Schwelbrände, die jedoch gewaltige Auswirkungen haben können. Woher diese Entzündungen in den Gefäßen kommen und wie man gegen sie vorgehen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Entzündung kann verschiedene Ursachen haben. Es kann sich um bakterielle Entzündungen handeln (z.B. Lunge), virale Infektionen (z.B. Grippe), Autoimmunerkrankungen, Allergien oder sie werden durch Gifte hervorgerufen (z.B. Bienenstich). Die Symptome sind immer die gleichen: Rubor – Röte, Tumor – Schwellung, Calor – Wärme, Dolor – Schmerz, Functio laesa – Fehlfunktion. Bei dieser Aufzählung handelt es sich um die Zeichen von großen Entzündungen, die man dann mit diversen Medikamenten wie Antibiotika, fiebersenkenden Mitteln, Schmerzmittel oder Cortison versucht in den Griff zu bekommen. Dies macht natürlich Sinn, wenn ein Leben akut gefährdet ist. Handelt es sich jedoch um chronische Entzündung, wie z.B.: in den Gefäßen, dann ist der Naturmedizin der Vorrang zu geben.

Bei den Entzündungen in den Gefäßen scheint, vorweg zumindest, die Lage nicht so dramatisch zu sein. Doch der Schein trügt. Sicherlich, es sind keine großen Entzündungen, dennoch sind sie vorhanden und man bemerkt sie über einen langen Zeitraum nicht. Trotzdem kommt es zu Schwellungen, Einlagerungen in den Gefäßwänden, Fehlfunktionen und irgendwann zu einem Verschluss, der eine Unterbrechung des Blutflusses zu den versorgten Organen nach sich zieht. Zum näheren Verständnis sei gesagt, dass eine Arterie kein starres Rohr ist, sondern ein im Herzrhythmus pulsierendes Organ, das kompliziert aufgebaut ist und auch glatte Muskelzellen enthält.

Die Erkenntnis, dass sich hinter Gefäßschäden Entzündungen verbergen ist relativ neu. Dennoch warnt die American Heart Association schon seit Jahren, dass man hinsichtlich möglicher Gefäßschäden auch die Entzündungsparameter im Blut beachten soll. Es gibt einen Blutwert, das sogenannte CRP (C- reaktives Protein), der in der Leber gebildet wird uns ein Hinweis auf eine Entzündung im Körper gibt. Empfohlen wird ein Wert unter 1, liegt er zwischen 1 und 2 werden bereits Bedenken geäußert, über 3 sollte man die Sache ernst nehmen und beginnen gegenzusteuern, vor allem mit Natursubstanzen.

Was können die Ursachen von Entzündungen in den Gefäßen sein?

Gefäßschäden, Herzinfarkte und Gehirnschläge betreffen in einem hohen Maß die Menschen in industrialisierten Ländern, so liegt es auf der Hand, dass der Lebensstil dort eine wichtige Rolle spielt. Aktives und passives Rauchen, Smog, ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, Umweltgifte und Stress, um nur einige Ursachen zu nennen, haben einen Einfluss auf Innenwände unserer Gefäße und können zu Entzündungen führen. Interessanter Weise wusste man davon bereits in Tibet und hat schon früh begonnen, Kräuter und Wurzeln zu sammeln und sie gegen Entzündungen einzusetzen.

Ich möchte Ihnen drei der wichtigsten Entzündungshemmer aus dem großen Reich der Heilpflanzen vorstellen: Weihrauch, Curcuma und Ingwer.

Weihrauch

Weihrauch ist ein uraltes Heilmittel. Nicht umsonst wird Weihrauch von den drei heiligen Königen an Jesus geschenkt und auch noch in unserer Zeit in jeder katholischen Kirche verwendet. Zur Anwendung kommt das luftgetrocknete Gummiharz des Weihrauchbaumes.

Seit der Zeit von Jesu Geburt wurde Weihrauch gründlich erforscht. Wir haben es, wieder einmal, mit einem Phänomen zu tun, das wir schon sehr lange kennen. Ein Naturheilmittel, das aus der Überlieferung sehr gut bekannt ist, wird wissenschaftlich bestätigt. Weihrauch enthält vier Triterpene, die für ihre antientzündlichen Eigenschaften bekannt sind. Sie sind in der Lage, pro-entzündliche Stoffe im Körper zu unterdrücken, speziell Leucotrine, über die Unterdrückung der 5- Lipoxygenase, einem Schlüsselenzym der Leucotrinsynthese. Es handelt sich dabei um eine wissenschaftlich anerkannte anti-entzündliche Aktivität.

Weihrauch ist also in der Lage Entzündungen zu hemmen! Man spricht sogar davon, dass Weihrauch langfristig den nicht-steroidalen Entzündungsmitteln, aber auch der Langzeittherapie mit Cortison den Rang ablaufen könnte. Weihrauch (Bosewellia Serrata) kann sowohl bei Arthritis, als auch bei Asthma, bei Darmentzündungen eingesetzt werden und bei Gefäßproblemen eingesetzt werden.

Curcuma

Curcuma, auch Gelbwurz genannt, ist eine traditionelle indische Heilpflanze. Verwendet wird dabei ein Pulver aus der Wurzel, gemischt mit einem Extrakt aus diesem Pulver, um den Curcumingehalt zu steigern.

Wir haben den Curcumaextrakt zu unserem Entzündungshemmer beigemischt, weil dadurch speziell die Leber angeregt wird. Die Leber ist unser größtes Stoffwechselorgan. Sie kontrolliert fast alle Substanzen die dem Körper zugeführt werden, aber auch alle Stoffe die ausgeschieden werden müssen. In der chinesischen Medizin sagt man, dass die Leber „die Mutter des Herzens“ sei. Dies ist natürlich richtig. Alle allopathischen Arzneimittel, die die Leber schwächen (z. B. Cholesterinsenker), schwächen auch das Herz.

Curcuma ist ein „Superfood“. Die Pflanze hat ein breites Spektrum an Heilwirkungen. Die Pflanzenin- haltsstoffe sind potentiale Radikalfänger und wirken somit antioxidativ. Sie unterstützen die Leber, werden erfolgreich bei Alzheimer-Demenz eingesetzt, beugen Krebs vor und wirken entzündungs- hemmend. All diese Aussagen sind auch wissenschaftlich belegt.

Wie schon einleitend geschrieben: Entzündungen können überall im Körper auftreten, es gilt diese zu verhindern, so bleibt der Körper gesund. Curcuma kann uns dabei helfen. Darum empfehlen wir diesen Entzündungshemmer nicht nur kurativ, sondern auch vorbeugend anzuwenden.

Ingwer

Der uns bekannte Ingwer ist eine schilfartige Pflanze, mit wunderschönen Blüten. Verwendet in der Therapie wird die Wurzel, ebenso wie bei der Curcuma. Die Wurzel des Ingwers ist in jedem Supermarkt erhältlich, jedoch nicht als Extrakt. Schneidet man die Wurzel in Scheiben und isst sie, dann erlebt ein unglaubliches Geschmackserlebnis. Man erlebt eine sehr scharfe Note, eine Bitterkeit, eine Kühle im Mund und man erlebt diesen Geschmack bis zum Beginn der Speiseröhre.

Ingwer ist sehr gut erforscht. Es gibt eine ganze Quelle von Studien, die über die positiven Eigenschaften von Ingwer berichten. Vor allen Dingen entzündliche Erkrankungen, u. a. auch Krebs können positiv beeinflusst werden.

Ingwer hilft bei Schmerzen, vor allen Dingen bei Muskelschmerzen, wie in einer vor kurzer Zeit publizierten Studie nachgewiesen werden konnte. Auch Gelenksschmerzen (Arthritis, Arthrose) werden positiv beeinflusst. Interessanter Weise kann man Ingwer auch bei Übelkeit einsetzen. So ist die Knolle sehr hilfreich bei Übelkeit, die durch eine Chemotherapie ausgelöst wird.

In der asiatischen Medizin wird Ingwer auch bei Typ II Diabetes und bei grauem Star eingesetzt. Ebenfalls positive Wirkungen wurden bei Morbus Alzheimer beobachtet. Der Grund sind die Polyphenole, die sich auch in Grüntee, Curcuma oder Rotwein finden. Sie sind entzündungshemmend und verhindern vor allem die Bildung der Beta-Amyloid-Plaque, die die Verbindung von Nervenzellen zum Gehirn unterbrechen und damit Alzheimer auslösen können.

Entzündungshemmer Einsatzgebiete

  • Arthritis
  • Arthrose
  • Muskelschmerzen
  • Dünn- und Dickdarmentzündungen • Übelkeit (Reisekrankheit)
  • Als Begleitung bei Chemotherapie • Alzheimer
  • div. Leberbeschwerden
  • Diabetes
  • Grauer Star

Zur Prävention und Behandlung von Gefäßproblemen!

Abschließend möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die Rolle von Entzündungen in unseren Gefäßen leider noch weitgehend unterschätzt wird. Sie führen allerdings zu Schäden in den Gefäßinnenwänden und können dauerhafte Folgen haben. Neben der Anwendung von Heilpflanzen sollte man natürlich seinen Lebensstil hinterfragen. Eine Ernährung, reich an Antioxidantien, Obst, Gemüse, Bitterstoffen und Ballaststoffen, regelmä- ßige Bewegung in der Natur, ein rauchfreies Leben und genügend Entspannung helfen ebenfalls dabei, Entzündungen, speziell in den Gefäßen, zu vermeiden.

Verfasser: Dr. med. Michael Ehrenberger

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Unser Rezept-Tipp!

Apfeltee mit Zimt, Anis und Nelken

Zutaten:

1 Apfel
Inhalt einer Kapsel BIO-Sternanis 1 Gewürznelke
1 Zimtstange
Wasser, Honig

Zubereitung:

Waschen Sie den Apfel und schneiden Sie ihn in kleine Würfel. Die Schale wird mitge- kocht, doch Stiel und Kerne werden entfernt.

In einem Topf mit ungefähr 5 Tassen Wasser werden die Apfelstücke bei mittlerer Hitze gekocht bis sie weich sind (ungefähr 5-6 Minuten).

Geben Sie die Nelke, den Sternanis sowie die Zimtstange dazu und lassen alles zusammen ungefähr 8 Minuten lang ziehen. Danach wird der Tee gesiebt, so dass nur noch die Flüssigkeit übrig bleibt. Diese wird in einem Glaskrug aufbewahrt.

Sie können den Tee nach Wunsch mit Honig süßen.

Sie können ihn im Kühlschrank bis zu drei Tagen aufbewahren.

Gewusst?

Zimt enthält auch eine blutdrucksenkende Wirkung. Auch die Bittermelone Kapseln von Dr. Ehrenberger machen sich diese Wirkung zunutze.