Freuen Sie sich auch immer nach dem Winter auf das erste zarte Grün im Frühjahr? Mir geht es auf jeden Fall so und wenn ich unseren Eseln und Ziegen zusehe, dann geht es meinen Tieren wie mir. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr, was es mit dem Grün unserer Pflanzen auf sich hat und welches Wunder sich in der Natur, Tag für Tag, vor unseren Augen ereignet.

 

 

Dinkelgras

Die Sonne. Sie nährt unseren Planeten Jahr für Jahr mit 10-mal mehr Energie als wir verbrauchen können und dies gratis. Versuchen Sie aber einmal dieses Sonnenlicht, ohne technische Hilfsmittel, einzufangen. Geht nicht? Oh doch! Es geht zwar nicht für uns Menschen, aber für Pflanzen. Pflanzen sind in der Lage das Licht der Sonne einzufangen und mit der Hilfe von Wasser und guter Erde, in für den Menschen verwertbare Nährstoffe umzuwandeln. Dies hat noch keine Technologiefirma auf der ganzen Welt geschafft. Was können also Pflanzen, was der Mensch nicht kann? Die Antwort lautet: die Photosynthese!

Was bedeutet Photosynthese?

Photosynthese bedeutet, dass die Pflanze mit Hilfe des Chlorophylls (grüner Farbstoff) CO2, Wasser und Lichtenergie in chemische Energie umwandelt. Bei diesem Prozess fällt auch noch Sauerstoff, quasi als Nebenprodukt, ab und dies erhält somit unsere lebensnotwendige Atmosphäre.

Kurz gesagt: Pflanzen + CO2 + Licht = Sauerstoff + tierisches Leben

Pflanzen sind die Grundlage unseres Lebens auf diesem schönen Planeten. Ohne Pflanzen wäre er nur eine kahle Gesteins- und Eiswüste, die um eine zentrale Sonne kreist.

Das Geheimnis des Chlorophylls

Bei Chlorophyll oder Blattgrün handelt es sich um natürliche Farbstoffe der Pflanzen. Diese Chelat-Komplexe sind in der Lage, Sonnenlicht „einzufangen“, die Energie weiterzuleiten und uns, nach komplizierten, biochemischen Prozessen, zur Verfügung zu stellen. Das Chlorophyll ist außerdem verwandt mit dem Hämoglobin (dem roten Farbstoff unserer Blutkörperchen), lediglich das Zentralatom ist der Unterschied. Chlorophyll besitzt Magnesium als Zentralatom, Hämoglobin beherbergt hingegen ein Eisenatom.

Nun aber zum Wesentlichen!

Pflanzen sind die Grundlage jedes Lebens auf dieser Erde. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Gräser. Gräser kamen nach den Bäumen in der Geschichte der Evolution an, aber sie haben sich durchgesetzt und dies auf eine bemerkenswerte Art und Weise. Gräser sind die Nahrungsquelle für die mächtigsten und stärksten Tiere dieser Erde. Für Elefanten, Nashörner, Büffel und Bisons. Sogar der prächtige Braunbär ernährt sich, nach seinem Winterschlaf, zu fast 80 % von Gräsern. Gras gibt Kraft, außerdem gibt es kein Gras auf dieser Erde, das giftig ist.

Dinkel

Dinkelgras ist eines der „Urgräser“, die der Mensch seit einigen Jahrtausenden bereits anbaut. Ältere Funde deuten darauf hin, dass Dinkel in Europa schon 2.000 Jahre vor Christus angebaut wurde und so den Menschen als Nahrungsmittel diente. Manche Quellen sprechen sogar davon, dass in Asien Dinkel bereits vor 15.000 Jahren kultiviert wurde. Obwohl Dinkel und Weizen genetisch miteinander verwandt sind, unterscheidet sich Dinkelgras vom Weizen hinsichtlich seiner Anbau-Eigenschaften: er ist anspruchsloser, robuster, winterhart und kaum krankheitsanfällig. Selbst Radioaktivität kann ihm dank seiner Spelzhülle nur wenig anhaben.

Dinkel hat ursprünglich als reine Getreidequelle gedient. Mit der Zeit kam man jedoch dahinter, dass auch die jungen Triebe dieser wertvollen Pflanze eine ausgezeichnete Quelle für Nähr-, Mineralstoffe und Vitamine sind. Denken wir noch einmal an die Bären, die nach dem Winterschlaf hauptsächlich mit Gräsern ihre Nahrungsdefizite ausgleichen. Auch in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) achtet man darauf, im Frühjahr besonders viele „grüne“ Lebensmittel zu sich zu nehmen. Die Chinesen nennen diese Zeit die „Zeit des Holzes“ und wissen, dass die Natur uns gerade jetzt die wertvollsten Lebensmittel liefert.

Dinkelgraspresslinge – ein grüner Smoothie für die Handtasche

Unter „Smoothie“ versteht man einen pürierten Mix aus Obst oder verschiedenen Gemüsesorten. Besonders beliebt sind grüne Smoothies. Sie schmecken gut und beinhalten wertvolle Vitalstoffe und Antioxidantien. Auch aus Dinkelgras kann man selbst eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Ernährung herstellen, dazu braucht man jedoch Keimschalen und spezielle Geräte, um die ca. 15 – 20 cm langen Halme zu verarbeiten. Wir haben dies bereits selber ausprobiert und waren zu Beginn begeistert. Danach jedoch legte sich unsere Begeisterung, da die ganze Sache doch mit einem erheblichen Aufwand verbunden und, auf Dauer, im Alltag schwer zu integrieren ist. Trotzdem wollen wir, gerade im Frühjahr, auf unsere tägliche Ration natürlicher, grüner Vitalstoffe nicht verzichten und da eignen sich die Dinkelgras – Presslinge hervorragend dafür. Sie enthalten 99 % reines Dinkelgras, das schonend getrocknet und mit 1 % Siliziumdioxid zu Presslingen verarbeitet wurde.

Die grünen Presslinge enthalten neben Chlorophyll auch noch Mineralstoffe, Ballaststoffe, B-Vitamine und Proteine. Dies sind alles Stoffe, die der Körper gerade im Frühjahr dringend braucht, damit er wieder in Schwung kommt. Man kann die Presslinge ganz leicht mit zur Arbeit nehmen (Smoothie für die Handtasche) und mit reichlich Wasser wann und wo man will einnehmen. Es empfiehlt sich im Frühjahr eine Kur zu machen (4 – 6 Wochen). Die kleinen Kraftpakete sind natürlich auch besonders geeignet für Hobby- und Leistungssportler, um gestärkt in eine neue Saison zu starten.

Herzlichst,

Dr. med. Michael Ehrenberger