Der Darm des Menschen ist die Verbindung von „Außen nach Innen“. Nahrungsmittel gelangen durch den Mund, die Speiseröhre und den Magen zuerst in den Zwölffingerdarm, danach in den Dünndarm und dann in den Dickdarm, bis die Reste ausgeschieden werden. Der Darm verrichtet dabei eine unglaubliche Arbeit. Er spaltet, mit der Hilfe von Enzymen, der Galle und dem Bauchspeichdrüsensekret die Lebensmittel, erkennt die Inhaltstoffe als „gut“ oder „böse“ und nimmt sie in den Körper auf oder scheidet sie aus. Der Darm wehrt Bakterien, Viren und Pilze ab, damit sie nicht in unsere Blutbahn gelangen und Schäden anrichten können. Der Darm nimmt aber nicht nur auf. Er führt auch Stoffe ab, die im Körper abgebaut wurden, er scheidet Giftstoffe aus und ist ein wichtiger Teil unseres Immunsystems.

Funktioniert der Darm wie wir es wollen, also ohne Probleme, dann ist er unser Freund. Im Fall von Problemen kann er sehr schnell zu unserem Feind werden. Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Immunschwäche, Nahrungsmittel- unverträglichkeiten, Schlafstörungen, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Zahnverfall und Hämorrhoiden, aber auch bösartige Erkrankungen sind nur einige Beispiele, wann der Darm zu unserem Feind wird.

Einige Fakten zum Darm:

  • Der Dünndarm hat eine Länge von 3-5 Metern
  • Der Dünndarm hat eine riesige innere Oberfläche von 40 – 60 Quadratmetern
  • Jedes Pünktchen des Dünndarms ist mit weißen Blutkörperchen besetzt
  • Im Dünndarm sitzen 80% unseres Immunsystems
  • Der Dickdarm ist ca. 1,5 Meter lang
  • Im Dickdarm leben mehr Bakterien, als es im menschlichen Körper Zellen gibt
  • Der Darm ist in einem ständigen Kontakt zur Leber (die Mutter des Herzens)
  • Die Organzeit des Dünndarms ist: 13-15 Uhr (nach dem Mittagessen)
  • Die Organzeit des Dickdarms ist: 5-7 Uhr (zur Ausscheidung)
  • Im Darm gibt es mehr Nervenfasern als im Gehirn
  • Emotionen und Stress wirken sich direkt auf den Darm aus
  • Der Darm hält Kontakt mit dem Gehirn

Anhand der Auflistung können Sie ersehen, wie wichtig der Darm für unsere Gesundheit ist. Nicht ohne Grund meinten die Ärzte in früheren Zeiten: „der Tod sitzt im Darm“.

Diese kurze Einführung sollte Ihnen aufzeigen, wie wichtig unsere Darmgesundheit ist. Leider jedoch werden immer mehr Menschen „darmkrank“. Es gibt immer mehr Allergien, Polypen, „Darmschwächen“ und andere Krankheiten, die ich schon weiter oben aufgelistet habe. Der Darm kann uns gesund erhalten oder ein Ausgangspunkt von chronischen Krankheiten sein, wobei durchaus auch Gelenksbeschwerden oder Herzerkrankungen ihren Beginn im Darm nehmen können.

Was sind die Ursachen für chronische Darmprobleme?

Die Ursachen für Darmprobleme und viele chronische Krankheiten sind vielfältig. An der ersten Stelle sehe ich jedoch eine Ernährung, die für den Menschen nicht geeignet ist. Eine kurze Liste habe ich Ihnen zusammengestellt (siehe Kasten). Eine falsche Ernährung beginnt meist im Kindesalter. Eltern oder Großeltern, die ihre Kinder mit Pommes, Burgern, Chips oder süßen Limonaden füttern oder sogar belohnen, die tun ihren Kindern bzw. Enkelkindern nichts Gutes. Es werden diese Ernährungsgewohnheiten in das spätere Leben übernommen, sie fördern Allergien und andere chronische Krankheiten, zum Beispiel den Typ II Diabetes, also den Altersdiabetes.

7 Ernährungstipps um ihren Darm nachhaltig zu schonen:

Vermeiden Sie:

  1. Raffinierter Zucker – enthalten in Limonaden, Süßspeisen etc. nimmt Ihrem Darm den Schwung, wie einem Reifen der ohne Luft gefahren wird.
  2. Viel fettes und gebratenes Fleisch und Wurst, verursachen Entzündungen und anderen chronische Darmerkrankungen. Sparsamer Fleischkonsum wird von der WHO empfohlen.
  3. Essen Sie viel Gemüse – der Darm kann arbeiten, und läuft nicht in Gefahr krank zu werden. Je natürlicher das Gemüse zubereitet wird, desto mehr wertvolle Inhaltstoffe sind darin enthalten.
  4. Ausreichende Ballaststoffzufuhr – die Darmbakterien bekommen genug zu arbeiten, außerdem sinkt der Cholesterinspiegel!
  5. Meiden Sie weißes Mehl – schmeckt gut, tut aber nicht gut. Leere Kalorien, die einen Mineralstoffmangel verursachen (Magnesiumarmut!) und den Darm pausieren lassen.
  6. Verzehren Sie wenig Kuhmilch und deren Produkte – sie sind eine wirkliche Belastung für unseren Darm. Dies liegt an ihrem hohen Kaseingehalt. Verdauungsbeschwerden sind vorprogrammiert.
  7. Weizen – der hohe Glutengehalt fördert Darmerkrankungen, außerdem Allergien und Verdauungsbeschwerden, Hauterkrankungen und Migräne.

ACHTUNG! Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Wenn Sie es aber schaffen sich daran zu halten, dann werden Sie bald bemerken, dass es Ihnen besser geht. Auch wenn Sie sich jetzt schon wohl fühlen.

Eine weitere Ursache: Bewegungsarmut, sie tut dem Darm überhaupt nicht gut. Sportliche Bewegung, sei es nun Laufen, Radfahren, Rudern, Schwimmen oder Trampolinspringen fördern die Darmtätigkeit. Ständiges Sitzen vor Bildschirmen, Handys und dem Fernseher lähmen sie. Bewegung fördert auch eine richtige Atmung. Die Bauchdecke sollte sich bei der Einatmung nach vorne wölben und bei der Ausatmung nach Innen. Dies unterstützt die Darmtätigkeit und hilft ihr Rhythmus zu bleiben. Übungen aus dem Yoga oder die „5 Tibeter“

können dabei helfen zu lernen, natürlich zu atmen. Die richtige Atmung war in allen großen Heiltraditionen ein wesentlicher Garant dafür, dass der Mensch gesund bleibt oder wieder gesund wird.

Und zuletzt: Dauerstress. Stress ist ein Phänomen unserer schnelllebigen Zeit und kann viele Gesichter haben. Probleme am Arbeitsplatz, mit der Familie, in Partnerschaften, in der Schule, vor dem Fernseher, im Straßenverkehr usw. schlagen sich auf unseren Darm. Bei einer Stressreaktion schaltet der Körper auf einen „Kampf oder Flucht- Modus“, der für die Verdauung und somit dem Darm gar nicht förderlich ist. Bei der Verdauung brauchen wir einen „weiche Couch- Modus“. Natürlich macht es nichts aus, wenn man hie und da Stress hat, dies ist sogar förderlich, der Dauerstress macht uns aber krank. Denken Sie daran, dass wir im Darm mehr Nervenzellen haben als in unserem Gehirn und oft denken wir mit dem Bauch (Bauchgefühl), aber nur dann, wenn wir nicht im Dauerstress sind. Stressabbau fördert die Darmgesundheit und somit unser allgemeines Wohlbefinden!

ABS (AntiBlockierSystem) gilt für unsere Autos, EBS (Ernährung, Bewegung, Stressabbau) gilt für unsere Darmgesundheit!

Wie Sie aus diesem kurzen Artikel entnehmen konnten, ist die Darmgesundheit wichtig für unser allgemeines Wohlbefinden und die Gesundheit unseres Herzens, der Leber und der Gelenke. Natürlich kann man eine „einstudierte Lebensweise“ von heute auf morgen nicht so einfach verändern. Ein Grund dafür ist, dass wir die so lieb gewonnen Gewohnheiten nicht gerne aufgeben, ein anderer Grund aber, dass die „traditionelle“ Schulmedizin (sie gibt es erst ca. 70 Jahren) nicht sehr viel hält von Umstellungen der Lebensweise. Anders jedoch wirklich traditionelle Medizinsysteme, die es schon seit Jahrtausenden gibt. Hier ist der Einsatz von Naturmitteln zur Prävention (Erhaltung der Gesundheit) und zur Wiedererlangung der Gesundheit der Alltag.

„Wir sind Natur“, so lautet das Motto unserer Firma. Ich habe als praktischer Arzt nicht „die Seite gewechselt“, sondern nur mein Wissen erweitert. Dies möchte ich mit Ihnen teilen und stelle Ihnen Natursubstanzen vor, die Ihre Darmgesundheit positiv beeinflussen werden.