Curcuma –Curcumaelongae

Als echtes Kraftpaket findet das Rhizom Verehrung im religiös-meditativen Sinn, ist ein fixer Bestandteil der Naturmedizin als Heilmittel, ein viel geschätztes Aroma-Gewürz in der Küche und findet als Farbstoff sowohl in der Textilbranche, als auch als Lebensmittelzusatz (Codebezeichnung E100, da auch eine industriell-chemische Herstellung möglich ist) in der Industrie Verwendung.
Der chemoreaktive Prozess der Curcumin-Synthese wurde erst vor einigen Jahren vollständig charakterisiert. Dennoch schafften es die Biochemiker und Labortechniker nicht Curcumin, chemisch Diferuloylmethan oder einen der vielen Curcumoide in bioverwertbarer Form herzustellen. Die Natur gibt ihre Geheimnisse nicht preis, denn die Heilkraft der Curcuma liegt in ihrer Gesamtheit der Inhaltstoffe und nicht in isolierten Einzelkomponenten.

Die aus dem Erfahrungsschatz über Jahrtausende weitergegebenen möglichen Anwendungen wurden mittlerweile mittels Untersuchungen bestätigt und dokumentiert.

Der Pflanzenstoff ist ein potenter Radikalfänger und wirkt somit antioxidativ. Curcumoide aktivieren die Glutathion-S-Transferasen. Amerikanische Wissenschaftler entdeckten den hemmenden Effekt auf die Entwicklung von Demenzerkrankungen wie z.B. Alzheimer durch den Abbau amyloider Plaques im Gehirn und dadurch, dass sie die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Die hochwirksamen Inhaltsstoffe wirken durch die Stimulierung der Apoptose von Krebszellen Krebs vorbeugend und als gesichert gilt die entzündungshemmende Wirkung bei Rheuma oder Arthritis und der Behandlung von Allergien. Durchblutungsfördernde Eigenschaften beugen einer Mangeldurchblutung vor, die unter anderem zu einem Schlaganfall führen kann.
Selbst niedrige Konzentrationen an Curcumin hemmen die Replikation von Herpes-Simplex-Viren.

Die Wunderwaffe der Medizin beugt durch die Stimulation der Neurogenesis und das Vorhandensein des Curcumin-Pyrazol-Derivats Konzentrations- und Gedächtnisschwäche vor und verbessert die Gedächtnisleistung. Phosphatidylcholin schützt vor dem Abbau der Myelin-Anteile in Gehirn. Die in Curcuma enthaltenen Curcumoide spielen auch eine bedeutende Rolle für unsere Stimmungslage. Die Phytohormone fungieren als Superfood mit 658 Heilstoffen.

Familie: ZINGIBERACEAE (Ingwergewächse) Synonyme: Gelbwurz, gelber Ingwer, indischer Safran
Medizinisch verwendete Pflanzenteile: Rhizom (Wurzeln)

Energie, Elemente und Organbezug

Temperatur: neutral bis warm Geschmack: bitter, scharf
Eigenschaften: trocknend, öffnend, bewegend, tonisierend, spasmolytisch, blutreinigend, antitumoral, antimutagen, antiviral, antibiotisch, immunstärkend (Wei Qi), leitet innere Hitze aus, besänftigt inneren Wind
Funktionskreis: HOLZ, FEUER, ERDE, METALL – Leber/Galle, Magen/MP, Lunge/Di, Herz/KS

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (Sesquiterpen-Ketone, Phenole (Curcumoide, Curcumine, Gingerole), Stärke, Monosaccharide (Fructose, Glucose), Vit. A, B1, B2, B3, B5, B6, C, Biotin, Folsäure, Inositol, Vitamin E, K, Mineralien (Ca, K, P, Cr, Fe, Mg, Zn, Cu, Co, Se, I, S, Si etc.), Coenzyme, Fettsäuren (Cholin), Eiweiße (Aminosäuren), Gerbstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Alkaloide)

Seit etwa 5000 Jahren ist die Curcuma als Heilmittel in alten Schriften, den Veden dokumentiert. Mit der Entstehung der Ayurveda-Gesundheitslehre manifestierte sich die Curcuma-Wurzel zu einer der bedeutendsten Heilpflanzen in Südostasien, wo auch ihre genetische Heimat liegt. Um in der Natur bestehen zu können, ist die Curcuma angehalten ein unglaubliches Spektrum an Nähr- und Wirkstoffen zu synthetisieren. Sie saugt Wasser aus dem Boden auf und damit sämtliche Mineralien, Spurenelemente sowie Biorohstoffe, woraus sie dann 658 potente Heilstoffe hervorbringt, die noch längst nicht alle analysiert MAO-Hemmer, wodurch ein zu rascher Abbau an Neurotransmittersubstanz unterbleibt und unsere „Glückshormone“ erhalten bleiben. Gegen depressive Verstimmungen, leichte Depressionen, Pessimismus und Angstempfinden hilft der Aufbau von Neurotrophinen im Gehirn.

Curcuma

Auch als Jungbrunnen durch Regeneration der Matrix (Proteoglykane) und Aufrechterhaltung der Regulationsfähigkeit und als Fatburner, durch die vorhandenen fettverstoffwechselnden Substanzen kann die tüchtige Wurzel punkten.

Es etablierte sich die Vermutung, dass Curcumin als pflanzliches Östrogen wirkt und die Östrogendefizite bei Frauen jenseits der Wechseljahre möglicherweise ausgleichen kann. Als belegt gilt hingegen der Einsatz als therapeutisches Mittel gegen bestimmte Hormonentgleisungen, z.B. Schilddrüsenhormon Thyroxin, Proteohormon Leptin. 2011 wurde die Hemmung der Cytochrom P450 Synthese durch 12 Substanzen aus dem Rhizom festgestellt.

Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierungen sind die Pflanzensubstanzen auf mannigfaltige Weise praktisch ohne Nebenwirkungen nutzbar.

Therapeutische Anwendung

Erstaunlich ist die Strategie der Gelbwurz bei der Wirkung auf den Leber-Gallenfluss, der über ätherische Öle und Curcumoide angeregt wird. Vom Dickdarm aus stimuliert sie über eine Feedback Reaktion mit der Leber die Produktion physiologischer Galle, verbessert diese qualitativ und quantitativ, was wiederum die Entstehung von Dickdarm-Karzinomen durch unphysiologische Galle verhindert. Das gilt als schlagkräftiges Argument für einen präventiven Einsatz. Die trocknende, entzündungshemmende, antikarzerogene sowie Mitte stärkende Wirkung machen die Gelbwurz zu einer hervorragenden Arznei bei Nässe-Hitze des Dickdarms, z.B. Colitis ulcerosa. Auch auf Reizdarm durch stagnierendes Leber Qi, das Milz-Pankreas attackiert, wirkt die asiatische Wurzel sehr kurativ und stabilisierend. Der positive Einfluss auf den Eiweißstoffwechsel und die Eiweißverdauung zum Nahrungsproteinabbau ist überdies gesundheits- und vitalitätsfördernd, weil die einzelnen Aminosäuren als Transportagens für sämtliche Mineralien und Spurenelemente aus der Darmwand ins Blut fungieren. So erklärt sich die Indikation bei allergischen Reaktionen und Hauterkrankungen.
Die immunstimulierende und modulierende Kraft der Gelbwurz verdient Beachtung, weil die T- und B-Lymphozyten, die Markophagen und die Killer-Zellen hinsichtlich ihrer Wirkungen optimiert werden.

Regelmäßig eingenommen soll die Gelbwurz Ausstrahlung und Schönheit fördern.

Indikationen im Überblick

  • akutes Rheuma, beseitigt Leitbahnobstruktionen
  • Allergische Reaktionen wie allergisches Asthma, Heuschnupfen
  • Antikanzerogen, speziell bei Mund-, Magen-, Brust-, Darmkrebs, Leukämie
  • antiviral, antibiotisch, antibakteriell, stark antioxidativ
  • Blutzuckersenkend, schützt gegen Folgen von Diabetes
  • chronisches Rheuma (rheumatoide Arthritis, Bursitis, Tendinitis, Gicht, Steifigkeit)
  • dämpft Wut, Ärger, Neigung zu Tobsucht
  • Eiweißstoffwechselstörungen
  • Fatburner durch fettverstoffwechselnde Eigenschaften
  • Immunmodulierend
  • Magen- und Zwölffingerdarmentzündungen (Folgen von unterdrücktem Zorn)
  • Morbus Alzheimer
  • nährt Sehnen und Bänder
  • Nervosität, depressive Verstimmungen
  • Reizdarm
  • Senkt das Cholesterin im Blut, Cholezystitis, Cholelithiasis-Prophylaxe
  • wirkt entgiftend, leberschützend

Kontraindikation

  • Verschluss der Gallenwege
  • Cholelithiasis

Wechselwirkungen

  • mit Antikoagulantien
  • mit Acetylsalicylsäure