Baobab –Adansonia digitata

Familie: Malvacae (Malvengewächse) Sub: Bombacoideae (Wollbaumgewächse) Synonyme: Affenbrotbaum, Apothekerbaum, Lebensbaum, Multifunktionsbaum, Zauberbaum Medizinisch verwendete Pflanzenteile: Früchte, Fruchtfasern, Blüten, Blätter

Energie, Elemente und Organbezug

Temperatur: kühl bis warm Geschmack: süß-sauer
Eigenschaften: regulierend, absenkend, befeuchtend, trocknend, heilungsfördernd, verdauungsfördernd, choleretisch, cholagog, ausleitend, immunmodulierend, analgetisch, antiphlogistisch, antipyretisch, bakteriostatisch, antiviral, Yin und Yang-Tonikum, Mitte stärkend Funktionskreis: Alle 5 Elemente, Funktionskreise

Superfood Baobab

Bei dieser charakteristischen Baumart der Trockensavanne, die im afrikanischen Tiefland südlich der Sahara beheimatet ist, handelt es sich um ein wahres Juwel der Schöpfung.

Der Ausdruck „bu hibub“, kommt aus dem arabischen und bedeutet „Frucht mit vielen Samen“.

Um diesen integralen Bestandteil der afrikanischen Flora ranken sich unzählige Legenden und Mythen. So wird erzählt, dass der Baum bei seiner Entstehung schöner sein wollte als alle anderen Bäume. Dies gelang ihm jedoch nicht und so steckte er den Kopf in die Erde und sein Wurzelwerk ragte in den Himmel. In der modernen westafrikanischen Literatur steht Baobab häufig als Symbol des traditionellen Lebens und der unberührten, ewigen Natur.
Diese gigantischen MethusalemKBäume können bis zu 3000 Jahre alt werden und sind Bewahrer besonders mächtiger Schwingungen, die Wächter über kosmische Energien. Die von den Bäumen gebildeten Phytonzide schützen sowohl die Pflanze, als auch ihre Umgebung vor Krankheitserregern. (Alte Bäume schwängern die Luft mit reinigenden Essenzen, schaffen ein lebensförderndes Klima und kreieren ein Energiefeld des Friedens auf der Erde). Der Affenbrotbaum bietet zahlreichen Tierarten Nahrung und Schutz und ist Wirtspflanze für eine Reihe von Insekten.
Schon seit tausenden von Jahren schätzen und nutzen die Afrikaner traditionell diesen Baum und seine Frucht. Verwendung finden sämtliche Bestandteile des Baumes – die Rinde, die Blätter, die Blüten, die Sprösslinge, das nährstoffreiche Fruchtfleisch und die ölhaltigen Samen – als Material beispielsweise für Schnüre, Seile etc., als altbewährte Heilmittel in der traditionellen afrikanischen Medizin, als Lebensmittel und Einkommensquelle, vor allem die Früchte durch fairen Handel, nachhaltige Produktion und Vertrieb. Baobab ist unter den Top 3 der SUPERFOODS!

Morphologie und vegetative Merkmale

Als besonders beeindruckend gilt die Tatsache, dass sich der sonnenliebende Affenbrotbaum durch seine spezielle Fähigkeit Wasser zu speiK chern an die Bedingungen seines kargen LebensK raumes optimal angepasst hat. Die Baumrinde ist außen dick, hart (Brandschutz) und innen faserig (Speicher), was dem Baum die Wasserspeicherung in den schwammigen Fasern von ca. 140.000 Litern Wasser (ca. 800 Badewannen voll) zum Überdauern der Dürre ermöglicht. Diese Flüssigkeitsreserven versorgen in den Trockenmonaten die Früchte und erhalten den Baum am Leben. Sein laterales Wurzelsystem reicht bis zu 1,8 m in die Tiefe und erstreckt sich über den Durchmesser der Baumkrone hinaus. Auch bei höheren Niederschlagsmengen und wasserdurchlässigem Untergrund sichert sich der Zauberbaum das Überleben.
Seine Früchte schützen sich vor der großen Hitze durch eine verholzte Schale, die das Fruchtfleisch bewahrt. Dadurch kommt es zu einer einzigartigen Anreicherung an gesundheitsfördernden Komponenten, vor allem an Nährstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien, Fettsäuren, Aminosäuren und Antioxidantien in hoher Konzentration, was wiederum für uns Menschen einen wahren Segen bedeutet. In australisch-englischen universitären Studien wurde überdies eine reichhaltige Quelle an Polyphenolen gefunden. Keinesfalls zu vergessen auf den beträchtlichen Anteil (in etwa 50%) an Ballaststoffen – wovon die eine Hälfte als lösliche (Pektine) und die andere Hälfte in unlöslicher Form (Fasern) vor liegt – gilt als eine Rarität in der Pflanzenwelt!

Inhaltsstoffe

Vitamine: C, B1, B2, B3, B6, B12, Provitamin A (Carotinoid) – Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor – Spurenelemente: Eisen, Kupfer – essentielle Fettsäuren: Omega 3, 6, 9 – Aminosäuren – Ballaststoffe: lösliche und unlösliche (über 40 %) – Sekundäre Pflanzenstoffe: Antioxidantien, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Zitronensäure, Polyphenole und präbiotische Stoffe

Therapeutische Anwendungsbereiche

Der außergewöhnlich hohe Nährstoffgehalt der Baobab-Frucht ermöglicht maximale Wirkung für unseren Organismus, sowohl präventiv als auch kausal. Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sind mittlerweile durch Untersuchungen und Studien belegt.
Als Haupteinsatzbereich gelten verschiedene Störungen des Verdauungstrakt, in dem sich bekanntermaßen 80 % unseres Immunsystems befindet. Enthaltene Präbiotika einerseits fördern die physiologische Besiedlung und das Bakterienwachstum der Mucosa mit Bifidobakterien und Lactobazillen (Probiotika), Pektine anderseits binden Stoffwechselendprodukte (Cholesterin, sekundäre Gallensäuren, Toxine) und bei Diarrhoe ein zu viel an Wasser im Darmlumen. (Obstipation, Diarrhoe, Colitis ulcerosa, Divertikulose,Divertikulitis, Leaky Gut, Morbus Crohn, Zölikaie). Auf diese Weise entsteht ein gesundes Darmmilieu, eine ausgeglichene Darmflora und unser Immunsystem wird gestärkt. Unlösliche Ballaststofffasern erhöhen das Stuhlvolumen und regen so die Peristaltik an, fördern die Entgiftung, vor allem die hepatotoxische. Sie steigern das Sättigungsgefühl und helfen so Heißhungerattacken vorzubeugen. Wissenschaftliche Experimente bestätigen durch Einnahme von Baobab-Fruchtextrakt eine signifikant senkende Wirkung des glykämischen Index, was wiederum bei Typ II Diabetes, sowohl das Gewichtsmanagement, als auch die gravierenden Spätfolgen unterstützen kann.
Darüber hinaus erklärt das natürliche Vitamin C Vorkommen die Indikation für Immunkuren und deckt wesentliche Bereiche ab: Schutz vor oxidativem Stress, begünstigt die Eisenaufnahme im Körper und fördert die Kollagenproduktion. Der außerordentlich hohe Antioxidantien-Gehalt reduziert das Vorkommen freier Radikale und verlangsamt so Alterungsprozesse und wirkt zellerneuernd und zellverjüngend.

Calcium unterstützt die Knochen, wirkt prophyK laktisch in der Osteoporosetherapie, hat Einfluss auf die physiologische Blutgerinnung, sowie Aufgaben in der Muskelfunktion und NeurotransmisK sion. Vorhandene B Vitamine unterstützen die Funktion des Nervensystems, regulieren die Hormonaktivität, sind mitbeteiligt bei vielen Körperfunktionen, erhöhen die Stresstoleranz und stellen bei Müdigkeit und Erschöpfung rasch Energie bereit.
Kaliumionen greifen protektiv in die Blutdruckregulation ein, beeinflussen das Säure-Basen Gleichgewicht positiv und unterstützen zusammen mit einem hohen Kalziumspiegel die physiologische Funktion der Verdauungsenzyme. Bei täglicher natriumreicher Ernährung (Kaffee, Cola, Alkohol, Frittiertes), wird durch die Einnahme von Baobab-Pulver eine Abnahme des Kaliumspiegels und ein dadurch bedingter Mineralstoffmangel ausgeglichen.

Die reichhaltige Quelle an Polyphenolen attestiert der Zauberfrucht entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften (vergleichbar mit 500 mg Paracetamol, nachgewiesen in einer Tierstudie), zum Einsatz entzündungsbedingter Schwellungen, Schmerzen und Fieber.

Indikationen im Überblick

  • Colitis ulcerosa
  • Darmdysbiosen (präbiotisch)
  • Depressionen
  • Diarrhoe, Obstipation
  • Divertikulose, Divertikulitis
  • entzündungshemmend, schmerzlindernd
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Erhöhung der Stresstoleranz
  • Fieber (antiviral)
  • Gewichtsreduktion
  • Immunsystem stärkend, akute Infekte
  • Knochenstoffwechsel (Osteoporose Prophylaxe)
  • Leberentgiftung
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Übersäuerung
  • oxidativer Stress
  • Schwellungen, Ödeme
  • Typ II Diabetes (glykämischer Index)

EU Zugelassene Gesundheitsaussagen

Vitamin C

    • trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
    • trägt zur normalen psychischen Funktion bei
    • trägt zur Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E bei
    • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
    • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems (körperliche Abwehr) bei
    • trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
    • trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zuschützen
    • trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion
      o der Blutgefäße bei
      o der Knochen bei
      o der Knorpelfunktion bei o der Zähne bei
      o des Zahnfleisches bei
      o der Haut bei
    • erhöht die Eisenaufnahme
    • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems (körperliche Abwehr) während und nach intensiver körperlicher Betätigung zu erhalten

Ballaststoffe

Aus ballaststoffreicher Nahrung werden die Kohlenhydrate im Darm langsamer aufgenommen, dadurch kommt es zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Essen. Deshalb wird vor allem Diabetikern empfohlen, sich ballaststoffreich zu ernähren.

Ballaststoffe erhöhen die Kautätigkeit. Dadurch werK den die Zähne bei der Kaubewegung gereinigt, und es kommt zu einer Steigerung des Speichelflusses, wodurch der Abbau verbleibender Speisereste verbessert wird.
Ballaststoffe quellen im Magen auf und sorgen durch die Zunahme des Volumens für eine Verstärkung des Sättigungsgefühls.
Durch ihr Wasserbindungsvermögen wird das Stuhlvolumen größer und einer Verstopfung (Obstipation) vorgebeugt.

Außerdem binden Ballaststoffe giftig wirkende Substanzen und Gallensäuren. Sie werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Dadurch wird die Neubildung der Gallensäuren im Blut erforderlich, wobei Cholesterin im Blut verbraucht und der Gesamtcholesterinspiegel gesenkt wird. Ballaststoffe nehmen ebenfalls Einfluss auf den Fettstoffwechsel durch die Hemmung der fettspaltenden Enzyme. Wenn die Fettspaltung in Fettsäuren und Glycerin blockiert wird, kann nur eine geringe Fettaufnahme stattfinden. Die Fette werden somit erhöht ausgeschieden.