Es ist ein Österreicher, den ich für den nächsten Friedensnobelpreis vorschlagen würde: Martin Nowak. Er ist ein weltberühmter Mathematiker und Biologe und
lehrt an der US–Elitenuniversität Harvard. Er will mit seinen Gleichungen die bekannte Evolutionstheorie von Darwin erweitern und zeigt uns, wie wir unser Leben verbessern können, im familiären Bereich, im Bereich der Wirtschaft und der Politik. Ob Sie es glauben oder nicht, eine solche, sehr einfache Einstellung, hat Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.

Hätte ich die Gelegenheit, ich würde allen selbst-ernannten und selbsterfundenen „Politikern“ nur ein Wort in ihr Stammbuch schreiben. Kooperation. Mehr noch: Sie sollten alle, ohne Ausnahme, zurück in den Kindergarten gehen und lernen, wie man miteinander umgeht. Dort kann man es ler-nen, und zwar von den Kindern, nicht von den Erwachsenen. Manchmal kommt es zu einem Streit, der ist aber bald gelegt und in der Gruppe geht es weiter. Kinder an die Macht!
Martin Nowak lehrt es uns, in mathematischen Modellen. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass nur kooperative Individuen überleben können. Kinder eben.

Eine solche Lebenseinstellung ist gar nicht so schwer zu erlernen, wie man glaubt. Ein sehr lieber Freund von mir, Hansi Kreuzmayr alias „Waterloo“ ist das lebendige Beispiel dafür. Er ist ein Sänger, ein Entertainer und versteht es, die Menschen zu begeistern. Menschen tanzen vor seiner Bühne und singen mit. Man glaubt ihm und seiner Vision, berührend für jeden, der es schon einmal erlebt hat. Bei unserem letzten Fest mit Waterloo waren es immerhin 700 Gäste.

Was bewirkt Empathie in uns?

Empathie bewirkt eine innere Zufriedenheit, ein Wohlfühlen, eine Ausgeglichenheit, ein Zuhause-sein. Ein sattes Gefühl an positiven Erlebnissen lässt uns innerlich wachsen und reifen. Wir werden das, was wir sind: Menschen mit einem gesunden Herz.

Positive Gefühle haben eine Auswirkung auf un-seren Körper. Sie lassen uns Hormone ausschütten, die positiv für unsere Gesundheit sind, in die wunderschönen Märchenwelten des zufriedenen Zusammenlebens eintauchen. Mathematik hin oder her, Kooperation ist der Schlüssel zum persönlichen und globalen Erfolg. Da hat Martin Nowak eindeutig recht.

Um Ihrem Herzen Gutes zu tun, versuchen Sie doch einmal:

  • Die gestresste Kassiererin im Supermarkt zu fragen, wie es ihr denn geht.
  • Die gestresste Kassiererin im Supermarkt zu fragen, wie es ihr denn geht.
  • Dem Polizisten einen schönen Abend zu wünschen, der Sie gerade abgemahnt hat.
  • Mitarbeitern zu sagen, wie gut sie heute aussehen.
  • Lachend durch die Innenstadt oder den Supermarkt zu gehen.
  • Einem Kind zuzuzwinkern, die Kinder zwinkern zurück.
  • Ohne Grund Blumen zu verschenken.
  • Menschen über die Straße gehen zu lassen, auch wenn gerade kein Fußgängerübergang da ist.
  • Allein in den Wald zu gehen und die Schönheit der Natur zu sehen.
  • Sich über einen Regen zu freuen, der bringt Fülle und Nahrung.
  • Sich im Spiegel zu sehen und zu sagen:„Du bist gut und bist es wert, hier zu sein.“

Empathie tut unserem Herzen gut, dies ist bewie-sen. Das Gehirn schüttet in diesem Fall Hormone aus, die unserem Körper guttun. Für diese Lebensansicht gibt es allerdings keine Nahrungsergänzungen, nur die schlichte menschliche Einsicht und Vernunft. Vielleicht denken Sie sich: „Ich allein kann ja doch nichts ausrichten“, dann halten Sie es nach den Worten des Dalai-Lama: „Versuche einmal in einem Raum zu schlafen, in dem sich eine Mücke befindet.“ Sie werden sehr schnell da-ran erinnert, was Sie allein alles bewegen können. Vor allen Dingen, wenn wir Empathie und Kooperation aus dem Blickwinkel der Epigenetik betrachten, wird uns sehr schnell klar, dass beides Eigenschaften sind, die uns die Fähigkeit verleihen unsere Gene zu steuern. Los geht´s!